Krones Aktie: Neue Recycling-Offensive
31.03.2026 - 06:45:20 | boerse-global.deKrones setzt verstĂ€rkt auf das wachsende GeschĂ€ft mit der Kreislaufwirtschaft. Mit neuen Technologien fĂŒr das Kunststoff-Recycling will der MDAX-Konzern seine MarktfĂŒhrerschaft festigen, wĂ€hrend der Aktienkurs zuletzt deutlich unter Druck stand. Ob die Innovationen ausreichen, um die Stimmung der Anleger zu drehen, wird sich auf den groĂen Branchenmessen im Mai zeigen.
Technischer Sprung beim Kunststoff-Recycling
Das Unternehmen aus Neutraubling stellt zur Wochenmitte neue Eigenentwicklungen vor, die den Recyclingprozess effizienter gestalten sollen. Im Zentrum steht die NassschneidmĂŒhle âHydroCutâ. Diese Anlage zerkleinert Kunststoff unter Wasserzugabe, wodurch Verunreinigungen bereits in einem sehr frĂŒhen Stadium ausgeschleust werden. Das Ziel ist eine höhere QualitĂ€t des Endprodukts bei gleichzeitig geringerem Wartungsaufwand.
ZusĂ€tzlich ergĂ€nzt ein neuer FriktionswĂ€scher das Portfolio. Er soll selbst hartnĂ€ckige Klebereste durch intensivierte Reibung entfernen. Krones reagiert damit auf den massiven Bedarf der GetrĂ€nke- und Verpackungsindustrie an hochwertigen Rezyklaten, die fĂŒr neue Flaschen wiederverwendet werden können.
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Diskrepanz zwischen Technik und Börsenkurs
An der Börse spiegeln sich diese operativen Fortschritte jedoch noch nicht wider. Mit einem Schlusskurs von 114,20 Euro am Montag notiert das Papier seit Jahresbeginn fast 16 Prozent im Minus. Damit bleibt das 52-Wochen-Hoch von 144,80 Euro vorerst in weiter Ferne. Die Aktie bewegt sich derzeit gefÀhrlich nah an ihrem Jahrestief.
Analysten teilen den Pessimismus des Marktes bisher nicht. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 163,60 Euro deutlich ĂŒber dem aktuellen Niveau. Experten stĂŒtzen diese EinschĂ€tzung auf ein erwartetes Ergebnis je Aktie von rund 10,47 Euro fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026.
Solide Basis fĂŒr das laufende Jahr
Die strategische Fokussierung erfolgt auf einem stabilen Fundament. Im vergangenen Jahr steigerte Krones den Umsatz um sieben Prozent auf 5,66 Milliarden Euro. FĂŒr 2026 plant der Vorstand unter der neuen FĂŒhrung von Thomas Ricker ein wĂ€hrungsbereinigtes Wachstum von bis zu fĂŒnf Prozent bei einer angestrebten EBITDA-Marge von bis zu 11,1 Prozent.
Auch die AktionĂ€re sollen am Erfolg teilhaben. Auf der Hauptversammlung am 9. Juni 2026 steht eine Erhöhung der Dividende auf 2,80 Euro zur Abstimmung. In den kommenden Wochen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf die Messen IFAT und PRS Europe im Mai. Dort mĂŒssen die neuen Technologien beweisen, dass sie fĂŒr den nötigen Auftragsschub sorgen können. Am 8. Mai liefert die Quartalsmitteilung zum 31. MĂ€rz weitere Fakten zur operativen Verfassung des Konzerns.
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