Trotz Waffenruhe wieder tödliche ZwischenfĂ€lle im SĂŒdlibanon
23.04.2026 - 21:31:02 | dpa.deEin israelischer Luftangriff habe auf einer StraĂe nahe der Stadt Nabatija drei Menschen getötet, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Abend mit. Demnach gab es bei israelischem Artilleriebeschuss in einem Ort unweit der israelischen Grenze zudem zwei Verletzte. Das israelische MilitĂ€r teilte auf Anfrage mit, den VorwĂŒrfen nachzugehen.
Derzeit gilt zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon eine Waffenruhe. Die libanesische Regierung, die selbst keine Kriegspartei ist, will, dass die am vergangenen Freitag in Kraft getretene zehntĂ€gige Waffenruhe in eine dauerhafte Beilegung der KĂ€mpfe mĂŒndet. Zudem will sie einen Abzug der israelischen Soldaten aus dem SĂŒdlibanon erreichen. Israel strebt ein dauerhaftes Friedensabkommen mit dem Libanon sowie eine Entwaffnung der Hisbollah an.
Israels MilitÀr: Zwei Bewaffnete getötet
Israels Armee teilte mit, in dem sĂŒdlibanesischen Dorf Ainata hĂ€tten sich zwei Bewaffnete israelischen Soldaten genĂ€hert. Um die Gefahr zu beseitigen, seien beide getötet worden. Aus dem Libanon gab es fĂŒr diesen Vorfall zunĂ€chst keine BestĂ€tigung.
Seit Beginn der Waffenruhe gibt es aber immer wieder gewaltsame VorfĂ€lle im Libanon. In der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung heiĂt es, Israel solle zwar "offensive" EinsĂ€tze gegen Ziele im Libanon unterlassen. Das Land darf sich demnach aber gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen.
Israel hat im SĂŒdlibanon nach eigenen Angaben eine sogenannte Sicherheitszone eingerichtet, die zum Schutz der nordisraelischen Ortschaften vor Hisbollah-Angriffen dienen solle. Die libanesische FĂŒhrung spricht dagegen von einer Besatzung ihres Staatsgebiets.
Israel und Libanon setzen GesprÀche in Washington fort
Am spÀten Abend waren in Washington erneut GesprÀche zwischen der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, sowie dem israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter, geplant. Beide hatten sich bereits in der vergangenen Woche getroffen. Es waren die ersten direkten GesprÀche von ReprÀsentanten der beiden verfeindeten LÀnder seit Jahrzehnten.
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