Nato-Chef, Fokus

Nato-Chef lenkt Fokus vor Trump-Treffen auf europĂ€ische UnterstĂŒtzung

24.06.2026 - 06:26:35 | dpa.de

Kurz vor seinem Treffen mit US-PrĂ€sident Donald Trump hat Nato-GeneralsekretĂ€r Mark Rutte die UnterstĂŒtzung mehrerer europĂ€ischer LĂ€nder fĂŒr die Vereinigten Staaten wĂ€hrend des Iran-Kriegs hervorgehoben.

"Was die Nato angeht, weiß ich, dass es EnttĂ€uschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um EinzelfĂ€lle handelt", sagte Rutte dem Sender Fox News. Zuvor hatten US-Regierungsvertreter mehrfach die aus ihrer Sicht mangelnde UnterstĂŒtzung von Alliierten fĂŒr den US-Krieg gegen den Iran kritisiert. Dabei ging es unter anderem um die Erlaubnis zur Nutzung von MilitĂ€rstĂŒtzpunkten und um Überflugrechte.

Nach Angaben Ruttes gab es wĂ€hrend des Iran-Kriegs auf StĂŒtzpunkten in europĂ€ischen LĂ€ndern mehrere tausend Starts und Landungen von US-MilitĂ€rflugzeugen. Der Kontinent sei fĂŒr die Vereinigten Staaten eine "Plattform der Machtprojektion". Rutte bezog sich damit auf die Tatsache, dass die europĂ€ischen StĂŒtzpunkte wegen ihrer geografischen NĂ€he EinsĂ€tze des US-MilitĂ€rs etwa in Afrika und dem Nahen Osten deutlich vereinfachen.

Rutte will Trump heute in Washington treffen - und damit kurz vor dem Nato-Gipfel, der in zwei Wochen in der tĂŒrkischen Hauptstadt Ankara stattfindet.

FĂŒr den Chef des westlichen VerteidigungsbĂŒndnisses geht es bei den GesprĂ€chen im Weißen Haus darum, die Wogen so gut wie möglich zu glĂ€tten. Trump hatte erst am Montag mehreren europĂ€ischen VerbĂŒndeten erneut mangelnde UnterstĂŒtzung vorgeworfen. Als Washington Hilfe erbeten habe gegen den Iran, seien wichtige Partner nicht fĂŒr die USA da gewesen, kritisierte er. Trump nannte dabei Großbritannien, Deutschland und Italien - fĂŒhrte seine VorwĂŒrfe aber nicht nĂ€her aus.

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