LogiMAT, Sicherheit

LogiMAT 2026: KI revolutioniert Sicherheit in Hochregallagern

25.03.2026 - 00:00:40 | boerse-global.de

Die Logistikbranche setzt auf prÀventive Sicherheitstechnik wie digitale Zwillinge und autonome Roboter, getrieben durch neue Vorschriften und alarmierende MÀngelberichte.

LogiMAT 2026: KI revolutioniert Sicherheit in Hochregallagern - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Die LogiMAT 2026 in Stuttgart markiert einen Wendepunkt fĂŒr die Lagereisicherheit. KĂŒnstliche Intelligenz und Echtzeit-Sensoren ersetzen zunehmend manuelle Kontrollen. Dieser Wandel wird durch verschĂ€rfte Vorschriften und alarmierende SicherheitsmĂ€ngel getrieben.

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Vom jÀhrlichen Check zum digitalen Zwilling

Die Branche verlĂ€sst reaktive Inspektionen. Stattdessen setzt sie auf prĂ€ventive, automatisierte Systeme. Der Grund: Allein 2025 registrierte die deutsche Sozialversicherung DGUV tĂ€glich ĂŒber 218 UnfĂ€lle im Förder- und Lagerbereich. Die traditionelle jĂ€hrliche FachprĂŒfung nach DIN EN 15635 bleibt zwar Pflicht. Doch digitale Werkzeuge gewinnen an Bedeutung.

„Digitale Zwillinge“ – virtuelle Abbilder der Regalanlage – simulieren Belastungen in Echtzeit. Koppelt man sie mit dem Warehouse Management System (WMS), melden sie automatisch Gabelstapler-Kollisionen oder Überlastungen. Experten auf der Messe schĂ€tzen: Diese Technologie könnte den Aufwand fĂŒr wöchentliche SichtprĂŒfungen um bis zu 40 Prozent senken. Sensoren ĂŒberwachen prĂ€zise die VertikalitĂ€t und StabilitĂ€t der Stahlkonstruktion.

Autonome Roboter ersetzen feste SchutzzÀune

Ein Highlight der Messe sind autonome Fahrzeuge ohne starre Sicherheitsinfrastruktur. Der Intralogistikspezialist STILL stellte den autonomen Palettenhubwagen AXL 15 iGo vor. Er navigiert mit LiDAR und KI-Visionssystemen durch unstrukturierte Umgebungen – auch in gefĂ€hrlichen Ladezonen.

Diese Entwicklung ist besonders fĂŒr Schmalganglager relevant. Hier sind die Toleranzen minimal. Kollisionsvermeidungstechnologie wird zum Standard fĂŒr alle Neuanlagen. Der Vorteil: Flexiblere Layouts bei Einhaltung der aktualisierten DGUV-Regeln fĂŒr autonome Systeme.

Brandschutz: Traditionelle Sprinkler reichen nicht mehr aus

Die Lagerung von Lithium-Ionen-Batterien stellt den Brandschutz vor enorme Herausforderungen. Das abgeschlossene Forschungsprojekt SUVEREN2use lieferte neue Erkenntnisse ĂŒber GroßbrĂ€nde in Hochregallagern. Das Ergebnis: Herkömmliche Sprinkleranlagen können „thermisches Durchgehen“ oft nicht eindĂ€mmen.

Als Lösung propagieren Versicherer wie der Verband der Sachversicherer (VdS) Sauerstoffreduktionsanlagen (ORS). Sie senken den Sauerstoffgehalt auf ein niveau, das BrĂ€nde verhindert – ohne Menschen bei kurzem Betreten zu gefĂ€hrden. Die Investition ist hoch, doch niedrigere VersicherungsprĂ€mien und geringere Ausfallzeiten machen ORS zur ersten Wahl fĂŒr Neubauten.

Druck durch neue Vorschriften und alarmierenden Report

Die Dringlichkeit des Wandels unterstreicht der Anlagensicherheitsreport 2026. Er enthĂŒllt: Bei fast 20 Prozent der technischen LagerstĂ€tten wurden erhebliche SicherheitsmĂ€ngel festgestellt. Gleichzeitig verschĂ€rft die reformierte DGUV-Vorschrift 2 die Anforderungen.

Unternehmen mit ĂŒber 20 BeschĂ€ftigten mĂŒssen nun mindestens 20 Prozent der Grundbetreuungszeit fĂŒr aktive GefĂ€hrdungsbeurteilung und Sicherheitsschulungen aufwenden. Manuelle Dokumentation genĂŒgt bei Überraschungskontrollen nicht mehr. Das befeuert den Markt fĂŒr automatisierte Compliance-Tools.

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Wirtschaftlicher Zwang zum Umdenken

Die Investition in Sicherheitstechnik rechnet sich schnell. Ein schwerer Unfall im Hochregallager verursacht laut DGUV schnell Kosten von ĂŒber 500.000 Euro. KI-gestĂŒtzte Überwachungssysteme amortisieren sich dagegen oft in 24 bis 36 Monaten.

Das „Sichere Lager“ wird zum Wettbewerbsvorteil, besonders in der Pharmazie und Automobilindustrie. Kunden verlangen zunehmend Nachweise fĂŒr hohe Sicherheitsstandards vor Vertragsabschluss. Tragbare Technologien wie Exoskelette und KI-„Ergonomie-Coaches“ erleben daher einen Boom.

Ausblick: Der Weg zum unfallfreien Lager

Die Branche steuert auf das „Null-Unfall-Lager“ zu. Das Fraunhofer-Institut fĂŒr Materialfluss und Logistik (IML) prognostiziert: Bis 2030 werden die meisten Hochregallager in Deutschland vollautonom sein. Sicherheitsprotokolle ĂŒbernehmen dezentrale KI-Systeme.

Der nĂ€chste Schritt ist die breite Implementierung der „Silicon Economy“-Protokolle. Sie sollen den Datenaustausch zwischen verschiedenen Robotersystemen standardisieren. Das Ziel: Einheitliche Sicherheitsstandards entlang der gesamten Lieferkette.

Die Botschaft der LogiMAT ist eindeutig. Die Ära des „dummen“ Stahlregals ist vorbei. Sicherheit im Jahr 2026 ist eine integrierte, datengetriebene Disziplin. Wer nicht in prĂ€diktive Überwachung und die neuen DGUV-Standards investiert, riskiert nicht nur Strafen, sondern den Anschluss in einem zunehmend automatisierten Markt.

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