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Lotus Resources Aktie: Short-Quote verdoppelt sich auf 22,82 Prozent

Veröffentlicht: 07.07.2026 um 02:33 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Lotus Resources kämpft mit Produktionsstopp in Malawi und hohen Short-Quoten. Ein neues Finanzierungspaket soll den Neustart sichern.

Lotus Resources: Rekord-Leerverkaufsquote belastet Aktie
Abstrakte, atmosphärische Darstellung des Bergbausektors mit hohem Marktdruck und Unsicherheit durch Leerverkäufe. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Lotus Resources hat sich zum meistgehassten Papier an der australischen Börse entwickelt. Während sich der Uransektor global stabilisiert, wettet eine Rekordzahl an Investoren gegen den Produzenten aus Malawi. Hedgefonds nutzen die operative Zwangspause des Unternehmens für großangelegte Wetten auf fallende Kurse.

Die Leerverkaufsquote kletterte im Juli auf 22,82 Prozent. Im April lag dieser Wert noch bei etwa 11,5 Prozent. Damit katapultiert sich Lotus an die Spitze der meistgeshorteten Aktien an der ASX. Branchenkollegen wie Boss Energy oder Paladin Energy verzeichnen derweil sinkende Short-Positionen.

Stillstand in Malawi

In der Kayelekera-Mine stehen die Bänder still. Es fehlt an Schwefelsäure für die Uranverarbeitung. Geopolitische Spannungen im Nahen Osten blockieren wichtige Lieferrouten für diese Chemikalie. Lotus ist ein Ausreißer in einem Markt, der eigentlich von einer Renaissance der Kernkraft profitiert.

Parallel dazu repariert das Unternehmen seine eigene Säureanlage vor Ort. Die Produktion war zuvor stark angelaufen. Im Mai förderte Lotus 73.600 Pfund Uranoxid, deutlich mehr als im April. Die aktuelle Unterbrechung wirft den Zeitplan weit zurück. Das Management rechnet erst gegen Ende 2026 mit einer stabilen Produktion unter Volllast.

Finanzielle Engpässe und Lieferdruck

Der Handel mit der Aktie ruht seit Ende Juni. Das Unternehmen will unkontrollierte Kurssprünge verhindern, während es ein neues Finanzierungspaket schnürt. Bis Mitte Juli soll die Kapitalbeschaffung für den Neustart der Mine stehen.

Die Kassenreserven liegen aktuell bei etwa 26 Millionen US-Dollar. Ein Kredit über 30 Millionen US-Dollar von Mercuria Energy Trading ist bereits unterschrieben. Marktbeobachter erwarten dennoch eine baldige Kapitalerhöhung.

Der Druck wächst. Lotus muss im zweiten Halbjahr rund eine Million Pfund Uran liefern. Verhandlungen mit Kunden über eine Verschiebung der Termine ins Jahr 2027 laufen bereits.

Die Bedingungen der kommenden Finanzierungsrunde entscheiden über die kurzfristige Richtung. Eine Verwässerung durch billige neue Aktien könnte die Short-Seller bestätigen. Gelingt jedoch die vollständige Finanzierung des Neustarts, droht den Leerverkäufern ein Short-Squeeze. Die Aktie notierte zuletzt bei 0,66 Austral-Dollar.

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