Lucid Group Aktie: 78 Prozent Minus auf Jahressicht
Veröffentlicht am: 15.07.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Lucid Group wehrt sich massiv gegen Spekulationen über eine drohende Pleite. Der US-Hersteller von Luxus-Elektroautos bezeichnete Berichte über einen möglichen Insolvenzantrag als komplett falsch.
Wilde Kurskapriolen an der Börse
Gerüchte über einen Gläubigerschutz nach Chapter 11 oder einen Rückzug von der Börse sorgten für Chaos. Die Aktie verlor zeitweise mehr als die Hälfte ihres Wertes. Inzwischen hat sich das Papier etwas stabilisiert.
Aktuell notiert der Kurs bei 5,11 US-Dollar. Damit legte die Aktie am Mittwoch um rund elf Prozent zu. Auf Jahressicht bleibt die Bilanz mit einem Minus von 78 Prozent jedoch verheerend.
Klarstellung zur Rolle der Berater
Das Management betont, dass die Liquidität bis tief ins nächste Jahr reicht. Ein spezielles Board-Komitee für Krisenszenarien existiert laut Lucid nicht. Die Berater von AlixPartners sind zwar im Unternehmen aktiv.
Ihr Auftrag beschränkt sich laut Firmenangaben auf operative Verbesserungen. Eine Empfehlung zur Insolvenz habe das Büro nie ausgesprochen. Die Zusammenarbeit diene allein der Stärkung der technologischen Position.
Umbau unter neuem CEO
CEO Silvio Napoli baut die Führungsebene parallel dazu radikal um. Neue Manager übernehmen die Posten des Finanzchefs sowie des Technikvorstands. Ziel ist eine schlankere Struktur und eine bessere Umsetzung der Strategie.
Im zweiten Quartal lieferte Lucid 3.953 Fahrzeuge aus. Damit verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Zudem belastet eine Sammelklage wegen angeblicher Falschaussagen zu Lieferproblemen beim Modell Gravity.
Konkrete Produktionsziele für das laufende Jahr will das Management Anfang August bekannt geben. Bis zur Veröffentlichung des vollständigen Quartalsberichts bleiben die bisherigen Prognosen offiziell ausgesetzt.
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