Lucid, Group

Lucid Group Aktie: Milliarden-Spritze fix!

15.04.2026 - 19:30:15 | boerse-global.de

Der Elektroauto-Hersteller Lucid Group erhält eine Finanzspritze von über einer Milliarde US-Dollar und geht eine strategische Partnerschaft mit Uber für autonome Taxis ein.

Lucid Group Aktie: Milliarden-Spritze fix! - Foto: über boerse-global.de

Silvio Napoli übernimmt das Steuer bei Lucid Group. Der Luxus-E-Auto-Bauer sichert sich mit einem neuen Finanzpaket über eine Milliarde US-Dollar an frischem Kapital. Damit will das Unternehmen die Produktion hochfahren und die Profitabilität erreichen.

Frisches Kapital bis 2027

Lucid sammelt insgesamt 1,05 Milliarden US-Dollar ein. Der größte Teil stammt von Ayar Third Investment, einer Tochter des saudi-arabischen Staatsfonds PIF. Ayar zeichnet Wandelvorzugsaktien im Wert von 550 Millionen US-Dollar. Der Fahrdienst-Vermittler Uber investiert parallel dazu 200 Millionen US-Dollar. Den Rest erlöst Lucid über eine öffentliche Aktienemission in Höhe von 300 Millionen US-Dollar.

Die Liquidität soll nun bis in das Jahr 2027 reichen. Das Geld fließt primär in den Ausbau des SUV-Modells Gravity. Das Management plant obendrein eine neue Plattform für Mittelklasse-Fahrzeuge.

Robotaxi-Flotte mit Uber

Die Kooperation mit Uber geht über eine reine Finanzspritze hinaus. Hinzu kommt eine Abnahmeverpflichtung von Uber über mindestens 35.000 Fahrzeuge. Der Deal umfasst den Gravity SUV sowie künftige Mittelklasse-Modelle für den globalen Robotaxi-Service.

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Beide Partner planen den Start eines kommerziellen Robotaxi-Dienstes in der San Francisco Bay Area. Noch in diesem Jahr sollen die ersten autonomen Lucid-Stromer dort Fahrgäste befördern. Die Testphase läuft bereits seit Ende 2025.

Hohe Verluste im ersten Quartal

Operativ bleibt die Lage indes angespannt. Für das erste Quartal 2026 meldet Lucid einen geschätzten operativen Verlust von rund einer Milliarde US-Dollar. In diesem Zeitraum produzierte das Werk 5.500 Fahrzeuge, lieferte aber nur 3.093 Einheiten aus.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen eine Produktion von 25.000 bis 27.000 Fahrzeugen an. Der neue CEO Silvio Napoli, der von der Schindler-Gruppe kommt, muss nun die Skalierung beschleunigen. Marc Winterhoff wechselt derweil auf den Posten des Chief Operating Officer.

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