Lumentum: Insider verkaufen für 17 Millionen Dollar
31.05.2026 - 19:07:48 | boerse-global.deEin spektakuläres Kursjahr und dennoch ziehen sich Großanleger zurück – bei Lumentum klaffen Optimismus und Realität auseinander. Der Photonik-Spezialist zählt zu den Gewinnern des KI-Infrastrukturbooms, doch mehrere Insider und institutionelle Investoren nutzen die Rekordkurse zum Ausstieg.
Insider sichern Gewinne
Gleich drei Führungskräfte haben im Mai Aktien verkauft – allesamt über vorab festgelegte Handelspläne. Finanzvorstand Wajid Ali trennte sich von 2.487 Anteilsscheinen im Wert von rund 2,4 Millionen Dollar. Director Brian Lillie veräußerte 11.951 Aktien für geschätzte 11,7 Millionen Dollar. Auch Vincent Retort stieß 3.183 Papiere ab und erlöste etwa 3 Millionen Dollar.
Hinzu kommt: Leopold Aschenbrenners Hedgefonds hat seine 1,3 Millionen Aktien im ersten Quartal komplett verkauft. Legal & General Group reduzierte sein Engagement im vierten Quartal um knapp 30 Prozent.
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Institutionelle drehen an der Schraube
Gleichzeitig bauen andere Investoren ihre Positionen aus. Nomura Asset Management kaufte 114.714 Aktien zu, EverSource Wealth Advisors stockte um satte 364 Prozent auf. Neue Positionen eröffneten V Square Quantitative Management, Danske Bank und BOCHK Asset Management. Insgesamt halten institutionelle Anleger gut 94 Prozent aller Lumentum-Aktien.
Der Aktienkurs spiegelt diese gemischte Signallage nur teilweise wider. Am Freitag schloss das Papier bei 733,60 Euro – ein Minus von 0,7 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus allerdings 123 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 894 Euro vom 11. Mai ist fast 18 Prozent entfernt.
KI-Boom treibt Geschäft
Die Quartalszahlen untermauern den Optimismus. Im dritten Fiskalquartal 2026 stieg der Umsatz auf 808 Millionen Dollar – ein Plus von 90 Prozent zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 2,37 Dollar übertraf die Erwartungen. Für das laufende Quartal stellt das Management 960 Millionen bis 1,01 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht.
Lumentums optische Komponenten sind essenziell für die Hochgeschwindigkeits-Konnektivität in KI-Rechenzentren. Das neue Werk in Greensboro, North Carolina, soll die Produktion leistungsfähiger Indiumphosphid-Bauteile hochfahren – direkt in den heißesten Markt hinein. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur dürfte dem Unternehmen weiter Rückenwind geben. Die jüngsten Insiderverkäufe zeigen aber: Selbst bei den besten Geschichten kommt irgendwann der Moment, Gewinne mitzunehmen.
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