Lynas: Zweite Verarbeitungsanlage in Kuantan bis 2028
28.04.2026 - 15:32:40 | boerse-global.deWährend andere Rohstoffkonzerne über Lieferkettensicherheit reden, handelt Lynas Rare Earths. Der australische Seltene-Erden-Produzent baut seine wichtigste Verarbeitungsanlage nicht in den USA, sondern in Malaysia aus — und das mit Rückendeckung des Pentagons.
Texas fällt, Kuantan wächst
Ursprünglich plante Lynas eine Schwererden-Anlage im texanischen Seadrift. Das Projekt scheiterte an explodierenden Kosten für die Abwasserentsorgung. Stattdessen entschied sich das Unternehmen für eine zweite, größere Anlage im malaysischen Kuantan. Fertigstellung: 2028.
Das US-Verteidigungsministerium trägt diesen Schwenk mit. Im März 2026 unterzeichneten beide Seiten ein verbindliches Letter of Intent über 96 Millionen US-Dollar. Das Pentagon kauft Seltene-Erden-Oxide von Lynas — mit einem Preisbodengarantie von 110 US-Dollar je Kilogramm für NdPr-Oxid über vier Jahre. Die Botschaft dahinter ist klar: Washington will schnelle Versorgungssicherheit, keine Symbolpolitik für heimische Produktion.
Samarium früher als geplant
Lynas erreichte im März 2026 die kommerzielle Produktion von Samariumoxid — einen Monat früher als geplant. Samarium ist schwer zu beschaffen und unverzichtbar für Hochleistungsmagnete in Kampfjets und Raketen. Dysprosium und Terbium produziert das Unternehmen bereits seit Mitte 2025 kommerziell in Malaysia. Lynas ist damit der einzige Anbieter weltweit, der sowohl leichte als auch schwere Seltene Erden außerhalb Chinas liefert.
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Starker Umsatz, schwache Produktion
Das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 lieferte ein gemischtes Bild. Der Quartalsumsatz kletterte auf 265 Millionen australische Dollar — das höchste Niveau seit dem vierten Quartal des Geschäftsjahres 2022 und mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Treiber waren höhere NdPr-Preise, gestiegene Verkaufsmengen und erstmals Erlöse aus Samariumoxid.
Auf der Produktionsseite enttäuschte Lynas. Die Gesamtproduktion von Seltenerden-Oxid blieb mit 3.233 Tonnen unter den Erwartungen. Ursache: Prozessoptimierungen an der neuen Anlage in Kalgoorlie, Westaustralien, drückten vorübergehend den Durchsatz.
Die Aktie reagierte entsprechend. In den sieben Tagen vor dem 24. April verlor das Papier rund zwölf Prozent. Seither hat sich der Kurs stabilisiert und notiert aktuell bei 11,60 Euro — knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von über 60 Prozent.
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Solide Basis für die nächste Wachstumsphase
Lynas hält an seinem mittelfristigen Ziel fest: 12.000 Tonnen NdPr-Oxid pro Jahr. Die Kassenreserven lagen zum Ende des Märzquartals bei umgerechnet rund 1,07 Milliarden australischen Dollar. Das gibt dem Unternehmen den finanziellen Spielraum, die Malaysia-Expansion und den laufenden Ausbau in Mt Weld parallel voranzutreiben. Mit der Fertigstellung der Kuantan-Anlage 2028 dürfte sich entscheiden, ob Lynas seinen Vorsprung als einziger westlicher Vollproduzent von Seltenen Erden dauerhaft verteidigen kann.
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