MAD: Hybride Bedrohungslage hat sich weiter verschÀrft
Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 13:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDies betreffe sowohl hybride Angriffe als auch Sabotage durch den Einsatz angeworbener Auftragsagenten ("Low-Level-Agents"), stellt der deutsche MilitÀrgeheimdienst in seinem neuen Jahresbericht fest.
"Das Bedrohungspotenzial durch Sabotage hat durch den erkannten Modus Operandi von sogenannten "Low-Level-Agents" erheblich zugenommen", warnt der MAD. In dem Bericht fĂŒr das Jahr 2025 werden keine vergleichenden Zahlenangaben gemacht, um Gegnern keine weiteren RĂŒckschlĂŒsse zu ermöglichen.
Deutschland sei aufgrund der geostrategischen Lage in Europa und der Nato, der Modernisierung und des Aufwuchses der Bundeswehr sowie der EinfĂŒhrung neuer Waffensysteme "priorisiertes AufklĂ€rungsziel russischer SpionageaktivitĂ€ten", heiĂt es.
Der Bericht nennt aber auch AusspĂ€hversuche aus China. So geht der MAD davon aus, dass zumindest einige der AusspĂ€hungen militĂ€rischer Infrastruktur - darunter DrohnenĂŒberflĂŒge und das Eindringen in Liegenschaften der Bundeswehr - auf chinesische Nachrichtendienste zurĂŒckzufĂŒhren sind. Diese wĂŒrden auch Teile der chinesischen Diaspora einsetzen.
Hybride Angriffe sind eine Kombination aus militÀrischen, wirtschaftlichen, geheimdienstlichen und propagandistischen Mitteln, die darauf abzielen, andere Staaten zu destabilisieren. Dazu gehören Cyberattacken, Drohnenangriffe, Versuche der politischen Einflussnahme bis hin zu Spionage und Sabotage von Verkehrsinfrastruktur, Energieanlagen und der Telekommunikation.
