MAD-PrÀsidentin, Spionageabwehr

MAD-PrÀsidentin: Spionageabwehr verzeichnet Höchststand

Veröffentlicht am: 09.12.2025 um 12:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Spionageabwehr des MilitÀrischen Abschirmdienstes (MAD) verzeichnet einen Höchststand an verdÀchtigen VorfÀllen seit Jahren.

"Spionage muss auch heute wieder als Vorbereitungshandlung auf mögliche militÀrische Auseinandersetzungen gesehen werden", schreibt die MAD-PrÀsidentin Martina Rosenberg im neuen Jahresbericht des MilitÀrgeheimdienstes.

Es geht um Informationen ĂŒber TruppenstĂ€rke, Waffensysteme, Befehls- und Kommandostrukturen und Stationierungsentscheidungen, so Rosenberg. Insgesamt bewertet der Bericht Russland und China als Hauptakteure der gegen die Bundeswehr gerichteten nachrichtendienstlichen Angriffe.

Mehr FĂ€lle von Extremismus

Der Bericht stellt zudem fĂŒr das Jahr 2024 zum zweiten Mal in Folge einen Anstieg der Gesamtzahl an Personen fest, die mit Verdacht auf Extremismus - vor allem Rechtsextremismus - bearbeitet werden. FĂŒr das vergangene Jahr ist ein Anstieg der Neuaufnahmen der Fallbearbeitungen auf 524 (302 Abwehroperationen und 222 PrĂŒfoperationen) gegenĂŒber 483 im Jahr 2023 zu verzeichnen. Im PhĂ€nomenbereich Rechtsextremismus wurden 413 Fallbearbeitungen (216 Abwehroperationen und 197 PrĂŒfoperationen) neu aufgenommen (2023: 308), was einen Anstieg um 34 Prozent bedeutet.

Der MAD ist mit dem Schutz der StreitkrĂ€fte, der Abwehr von Extremisten sowie SicherheitsĂŒberprĂŒfungen von Soldaten und ZivilbeschĂ€ftigten beauftragt. Er ist der kleinste der deutschen Nachrichtendienste, untersteht dem Verteidigungsministerium und hat seinen Sitz in Köln. Die Abwehr von Spionage und Sabotage ist wie in Zeiten der Ost-West-Konfrontation wieder zentrale Aufgabe.

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