Europa Schluss: Iran-HĂ€ngepartie bremst den Wochenauftakt
11.05.2026 - 18:36:08 | dpa.deDer Weg zur Wiederöffnung der fĂŒr den Welthandel wichtigen StraĂe von Hormus bleibe ungewiss, schrieben die Experten der GroĂbank UBS um den Investmentchef Mark Haefele.
US-PrĂ€sident Donald Trump und der Iran hatten jeweils FriedensvorschlĂ€ge der Gegenseite zur Beilegung des Konflikts als nicht akzeptabel zurĂŒckgewiesen. Wieder anziehende Ălpreise und damit erneut einhergehende Inflationssorgen waren die Folge.
Der Leitindex der Eurozone verlor 0,27 Prozent auf 5.895,45 Punkte. AuĂerhalb des gemeinsamen WĂ€hrungsraums legte der schweizerische SMI CH0009980894 minimal auf 13.101,33 ZĂ€hler zu. Der Londoner FTSE 100 GB0001383545 (Footsie ) zeigte sich dank Gewinnen bei den Rohstoffwerten robuster, indem er um 0,36 Prozent auf 10.269,43 Punkte stieg.
In der europĂ€ischen Sektorwertung waren die Telekom-Werte stark gefragt, die allgemein als defensivere Anlagevariante angesehen werden. Dabei stachen die im Stoxx Europe 600 Telecommunications EU0009658624 und im FTSE 100 enthaltenen Titel von Airtel Africa GB00BKDRYJ47 positiv heraus, die an der "Footsie"-Spitze 14,5 Prozent höher aus dem Handel gingen. Bei dem Unternehmen hatte es Spekulationen darĂŒber gegeben, dass MehrheitsaktionĂ€r Bharti Airtel seine Beteiligungsstruktur neu ordnen könnte.
Asos GB0030927254 stiegen um 6,7 Prozent. Der Verkauf eines Logistikzentrums an die Supermarktkette Marks & Spencer GB0031274896 ĂŒberraschte positiv. Die Vereinbarung wird zu einem signifikanten einmaligen Vorsteuergewinn fĂŒhren. FĂŒr die Aktien von Marks & Spencer ging es um 2,8 Prozent nach unten.
Die Anteile von IAG ES0177542018 zogen um 6,4 Prozent an. Die Fluggesellschaft-Holding hatte den Haltern einer Anleihe ein Wandlungsangebot unterbreitet.
Am EuroStoxx-Ende fielen die Aktien von LVMH FR0000121014 um 4,4 Prozent. Das Wachstum in Europas Luxusbranche bleibe schwach, schrieb Analyst Nick Anderson von der Privatbank Berenberg. Er sieht die aktuelle Kurserholung als "BÀrenmarktrally" und rÀt, sie zum Ausstieg zu nutzen.
Die Titel von Argenx NL0010832176 zogen um drei Prozent an. Sie profitierten von einer Zulassungserweiterung in den USA fĂŒr das Medikament Vyvgart gegen die Autoimmunkrankheit Myasthenia gravis.
Die Streichung einer Kaufempfehlung durch Bank of America (BofA) lieĂ den Kurs des französischen Autobauers Renault FR0000131906 um 2,3 Prozent sinken - etwas stĂ€rker als bei den ebenfalls abgestuften Aktien von Stellantis NL00150001Q9, die aber auch ĂŒber dem Sektorschnitt EU0009658681 um 1,8 Prozent fielen. Die Titel des Opel- und Peugeot-Mutterkonzerns bewertet die US-Bank nun mit "Underperform". Damit schĂ€tzt BofA Stellantis als einen der am wenigsten attraktiven Werte in ihrem Beobachtungsuniversum ein. "Chinas Expansion in Europa beschleunigt sich", schrieb Analyst Horst Schneider und verwies auf Ălpreis-Risiken und das Thema Treibstoffeffizienz, das die Nachfrage zunehmend verĂ€ndere: "Gesamtbetriebskostenvorteile von Elektrofahrzeugen verstĂ€rken den Druck auf den Massenmarkt."
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