Medien: Bedrohung durch Rakete Grund für Trumps Täuschung
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 16:20 Uhr | dpa.deWährend der Fernsehsender CNN unter Berufung auf einen Informanten von einer konkreten Bedrohung durch eine schultergestützte Rakete berichtete, schrieb die "New York Times" unter Hinweis auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen von einer konkreten Bedrohung durch eine Boden-Luft-Rakete gegen die Präsidentenmaschine Air Force One. Zudem sei in der Nähe des Nato-Gipfels eine Person mit einer schultergestützten Rakete gesichtet worden.
Laut CNN befürchteten die Beamten, dass der US-Präsident in höchster Gefahr sei. So habe der Iran "offenbar detaillierte Informationen über Trumps Aufenthalt in der Türkei" gehabt. Den Informationen der "New York Times" zufolge wusste Teheran zudem "genau, wo sich Herr Trump in Ankara aufhielt, einschließlich des Stockwerks."
Trump im Catering-Container
Die "Washington Post" hatte am Montag (Ortszeit) enthüllt, dass das Weiße Haus im Juli nach dem Nato-Gipfel nur vorgetäuscht hatte, dass Trump mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgeflogen war. Der 80-Jährige stieg dort vor laufenden Kameras in die Regierungsmaschine ein, stieg dann aber laut der Zeitung unbemerkt in einen seitlich an dem Flugzeug platzierten Catering-Container. Dessen Laster brachte ihn auf dem Flughafen inkognito zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er nach Großbritannien flog.
Nach der Landung der Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der Tross des Präsidenten von der alten, hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, der Trump von Katar geschenkt worden war. Auch der Präsident stieg dort in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass er die ganze Reise in den Regierungsmaschinen zurückgelegt habe. In den USA stieg er dann vor laufenden Kameras aus.
Am Dienstagabend hatte Trump bekanntgegeben, dass das Täuschungsmanöver auf Weisung seiner Personenschützer erfolgt sei. Er habe sich nach den Vorgaben des Secret Service gerichtet, sagte er vor Reportern. Dieser ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.
