Klingbeil: Gesellschaft wird mehr arbeiten mĂŒssen
25.03.2026 - 14:08:41 | dpa.de"DafĂŒr sind wir alle gefordert, Gewohnheiten aufzugeben, Blockaden aufzulösen", verlangt der SPD-Chef laut Redemanuskript. "2026 wird uns Mut abverlangen." Einige seiner VorschlĂ€ge dĂŒrften auch in der eigenen Partei fĂŒr Aufruhr sorgen.
Union und SPD wollen in den nĂ€chsten Wochen weitgreifende Reformen unter anderem bei Steuern, Gesundheit, Rente und in der Wirtschaftspolitik verabreden. Klingbeil hĂ€lt dafĂŒr strukturelle VerĂ€nderungen fĂŒr unverzichtbar. "Wir können nicht jede Krise und jedes Problem mit noch mehr Geld beantworten", sagt er bei einer Veranstaltung der Bertelsmann-Stiftung.
Der SPD-Chef will unter anderem das Ehegattensplitting fĂŒr kĂŒnftige Ehen abschaffen und so fĂŒr die Besetzung zehntausender Vollzeitstellen sorgen. Damit sich Unternehmen trauten, trotz Unsicherheit mehr Menschen einzustellen, solle es lĂ€ngere Befristungsmöglichkeiten geben. Bei der Rente solle sich die Bundesregierung stĂ€rker an den Beitragsjahren orientieren. Das wĂŒrde bedeuten, dass Menschen, die spĂ€ter - etwa nach einem Studium - zu arbeiten beginnen, auch spĂ€ter in Rente gehen.
Mit einer Reform der Einkommensteuer sollten 95 Prozent der BeschĂ€ftigten entlastet werden, sagte Klingbeil. "Und zwar merklich, mit einigen hundert Euro im Jahr." Im Gegenzug mĂŒssten hohe Einkommen und hohe Vermögen "einen Beitrag leisten".
