Flexstrom-Insolvenz: GlÀubiger sollen 2026 Geld erhalten
21.12.2025 - 17:13:51 | dpa.deNach zwölf Jahren wird das Insolvenzverfahren nun zum Abschluss gebracht, wie die zustĂ€ndige Kanzlei White & Case mitteilte. Sie fordert die GlĂ€ubiger in diesen Tagen per Brief auf, fĂŒr die Auszahlung ihre Bankverbindung zu hinterlegen. Wie viel Geld sie jeweils bekommen, steht nach Angaben der Kanzlei noch nicht fest. Ăberwiesen werden soll demnach im vierten Quartal 2026.
Ăblicherweise erhalten die Kunden als GlĂ€ubiger in solchen Verfahren nur einen geringen Teil ihrer Forderung, hĂ€ufig einen einstelligen Prozentsatz. Bei den Flexstrom-GlĂ€ubigern handelt es sich vor allem um Strom- und Gaskunden, die im Voraus oft dreistellige Euro-BetrĂ€ge an Flexstrom oder eine der Töchter OptimalgrĂŒn, Löwenzahn Energie und Flexgas ĂŒberwiesen hatten.
Mammut-Insolvenzverfahren
Die aktuelle Zahl der GlĂ€ubiger gibt der Insolvenzverwalter mit etwa 370.000 an. Zu Beginn des Verfahrens waren es 835.000; nicht alle meldeten Forderungen an. Von diesen Zahlen ausgehend hatte Insolvenzverwalter Christoph Schulte-KaubrĂŒgger vom gröĂten Insolvenzverfahren der deutschen Geschichte gesprochen. Die Forderungen ĂŒbertrafen eine halbe Milliarde Euro.
Flexstrom war mit einem umstrittenen GeschĂ€ftsmodell groĂ geworden. Der Berliner Anbieter hatte Kunden mit Stromtarifen gelockt, die die Kosten oft erst im zweiten oder dritten Jahr nach Vertragsschluss deckten. Kunden bekamen die gĂŒnstigsten Tarife nur, wenn sie schon lange im Voraus zahlten. Viele kĂŒndigten bereits nach einem Jahr, sodass die Rechnung des Unternehmens nicht aufging. 2013 meldete Flexstrom Insolvenz an.
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