Menschen wollen gesund alt werden - aber ohne Aufpreis
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 06:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWS74 Prozent der Befragten gingen davon aus, dass die ErnĂ€hrung einen groĂen Einfluss auf die Gesundheit habe, wie eine reprĂ€sentative Umfrage im Auftrag des Lebensmittel- und Tiernahrungsherstellers Heristo AG aus Bad Rothenfelde bei OsnabrĂŒck ergab. 75 Prozent achten demnach heute stĂ€rker auf ihre ErnĂ€hrung als noch vor einigen Jahren. Die Bereitschaft, dafĂŒr höhere Preise zu akzeptieren, ist allerdings begrenzt.
Auch jĂŒngere Menschen wollen gesund alt werden
Das Ziel, gesund alt zu werden, ist der Umfrage zufolge keinesfalls ein Thema nur fĂŒr Ă€ltere Menschen. Immerhin 60 Prozent der 16- bis 29-JĂ€hrigen wĂŒrden Geld fĂŒr gesunde ErnĂ€hrung ausgeben. Zwar spiele die geistige und körperliche Fitness bei Ă€lteren Menschen mit 89 und 83 Prozent eine gröĂere Rolle, aber bei JĂŒngeren seien dies die mit Anteilen von 66 und 71 Prozent am hĂ€ufigsten genannten Faktoren fĂŒr gesundes Altern.
FĂŒr die Untersuchung wurden im April und Mai rund 2.000 Menschen in Deutschland im Alter von 16 bis 69 Jahren vom Marktforschungsunternehmen Kantar befragt. Die Befragung erfolgte in vier Altersgruppen - Generation Z (16 bis 29 Jahre), Generation Y (30 bis 44 Jahre), Generation X (45 bis 59 Jahre) und Babyboomer (69 bis 70 Jahre).
Aufpreis von fĂŒnf Prozent meist akzeptiert
Viele Befragte wĂŒrden der Untersuchung zufolge bis zu fĂŒnf Prozent mehr fĂŒr sogenannte gesund erhaltende Produkte zahlen - höhere Aufpreise von zehn Prozent oder sogar mehr werden demnach wesentlich seltener akzeptiert. Als stĂ€rkstes Argument fĂŒr einen Aufpreis gelten natĂŒrliche Zutaten, aber auch etwa weniger Zucker. Mit steigendem Alter wĂ€chst der Anteil derjenigen, die keinen Aufpreis akzeptieren wollen. Immerhin zwei Drittel bevorzugen proteinreiche Alltagslebensmittel wie Eier, Fleisch und Milchprodukte - statt ProteinprĂ€parate.
Influencer genieĂen wenig Vertrauen
Vor allem Ărzte und Apotheker sind fĂŒr mehr als die HĂ€lfte der Befragten die wichtigste Informationsquelle. Social Media und Influencer liegen mit einem Anteil von 14 Prozent knapp vor der Werbung der Hersteller am Ende des Rankings. Viele Menschen wĂŒnschen sich laut Umfrage mehr unabhĂ€ngige Informationsquellen.
Der ErnĂ€hrung werde alters- und geschlechtsĂŒbergreifend eine zentrale Rolle zugemessen, betonte der mit der Studie befasste ErnĂ€hrungswissenschaftler Tilman Grune vom Deutschen Institut fĂŒr ErnĂ€hrungsforschung. Allerdings: Weniger als die HĂ€lfte der Befragten findet es leicht, sich im Alter gesund zu ernĂ€hren.
