Aktie, WhatsApp-Preise

Meta Aktie: WhatsApp-Preise seit 1. Juli höher

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 01:37 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Meta verkauft überschüssige Serverkapazitäten und treibt eigene Chip-Entwicklung voran. Die Aktie zeigt positive Dynamik.

Meta Platforms: KI-Rechenpower wird zum neuen Geschäftsmodell
Abstrakte Darstellung des digitalen Kommunikationssektors mit subtil steigenden Preisen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Meta Platforms verkauft künftig überschüssige Rechenleistung an externe Kunden. Der Konzern wandelt sich damit vom reinen KI-Infrastrukturbauer zum Anbieter, der seine gigantischen Investitionen direkt zu Geld macht. Für Anleger ist das ein wichtiges Signal: Die Milliarden-Ausgaben sollen sich schneller auszahlen als bisher gedacht.

Der Strategiewechsel

Ab sofort bietet Meta überschüssige Serverkapazitäten Drittentwicklern und Unternehmen an. Der Schritt soll direkte Einnahmen aus der massiven Infrastruktur generieren, die der Konzern für seine "Personal Superintelligence"-Ziele aufgebaut hat. Analysten von Morningstar sehen darin einen Weg, die hohen Investitionsausgaben zu rechtfertigen.

Für 2026 plant Meta Investitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar. Mit der Öffnung seiner Rechenzentren für externe Nutzer positioniert sich der Konzern nun auch als Wettbewerber im Cloud-Geschäft. Meta setzt dabei auf eigene Hardware und speziell optimierte KI-Software.

Neues KI-Modell und eigene Chips

Parallel zur Öffnung der Infrastruktur hat Meta Superintelligence Labs im Juli das Modell Muse Spark 1.1 vorgestellt. Es ersetzt ältere Llama-Versionen bei besonders anspruchsvollen Aufgaben. Das Modell verarbeitet nativ mehrere Datenformate gleichzeitig und ist auf "agentische KI" ausgelegt — Systeme, die Aufgaben eigenständig ausführen. Meta bindet es direkt in seine "Meta Business Agent Platform" ein.

Um unabhängiger von externen Zulieferern zu werden, treibt Meta zudem die Entwicklung eigener KI-Chips voran. Der Konzern arbeitet dafür mit Broadcom und dem taiwanischen Auftragsfertiger TSMC zusammen. Im September 2026 soll neue, speziell entwickelte Chip-Hardware auf den Markt kommen. Das Ziel: Bis 2027 will Meta seine gesamte Rechenkapazität verdoppeln.

WhatsApp zieht die Preise an

Neben dem Infrastruktur-Geschäft schraubt Meta auch an seiner Messaging-Plattform. Seit dem 1. Juli gelten neue, höhere Preise für die WhatsApp Business API. Betroffen sind Marketing-Nachrichten in mehreren europäischen und asiatischen Märkten, darunter Großbritannien, Italien und Spanien.

Hinzu kommt ein struktureller Umbau: WhatsApp wechselt von telefonnummerbasierten Kontakten zu Nutzernamen. Diese Umstellung erreichte Mitte 2026 eine kritische Phase. Sie soll KI-Agenten künftig tiefer in Kundenservice-Chats integrieren und so das Geschäftsmodell pro Interaktion weiter ausbauen.

Kursentwicklung zeigt Aufwärtsdynamik

Die Meta-Aktie notiert aktuell bei 578,00 Euro, ein Plus von 0,12 Prozent im Dienstagshandel. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 7,20 Prozent zu Buche, auf Monatssicht sogar 12,93 Prozent. Der Kurs liegt damit deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt von 519,86 Euro.

Zum bisherigen Jahreshoch von 677,80 Euro aus dem Juli 2025 fehlen der Aktie allerdings noch 14,72 Prozent. Die Erholung seit dem Jahrestief bei 452,10 Euro im März fällt dafür umso deutlicher aus: Hier steht ein Plus von fast 28 Prozent. Der Relative-Stärke-Index von 65 deutet auf spürbaren Kaufdruck hin, ohne bereits im überkauften Bereich zu liegen.

Meta zahlte zuletzt eine Quartalsdividende von 0,525 Dollar je Aktie aus, was einer Rendite von etwa 0,3 Prozent entspricht. Die Dividende bleibt für den Konzern eher Nebensache — im Zentrum steht der Umbau des Geschäftsmodells hin zu direkter Monetarisierung der KI-Infrastruktur. Ob sich dieser Kurs auch in den kommenden Quartalszahlen widerspiegelt, dürfte sich an der Entwicklung der Cloud-Einnahmen ablesen lassen, die der Konzern erstmals gesondert ausweisen könnte.

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