Metaplanet, Aktie

Metaplanet Aktie: Siiibo Securities wird übernommen

27.06.2026 - 02:00:44 | boerse-global.de

Metaplanet kauft trotz Aktienabsturz weiter Bitcoin und übernimmt einen Broker für Krypto-Produkte in Japan.

Metaplanet Aktie: Radikaler Umbau trotz Kursverfall
Metaplanet - Abstrakte Darstellung einer finanziellen Übernahme mit sich überlappenden, verschwommenen Unternehmensstrukturen in Bewegung. 27.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Starke Fundamentaldaten, schwache Kurse. Bei Metaplanet klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Die Aktie stürzte am Freitag auf 1,09 Euro ab. Parallel dazu baut das Unternehmen sein Krypto-Imperium massiv aus.

Bitcoin-Bestand erreicht Meilenstein

Trotz des enormen Preisdrucks an der Börse kauft Metaplanet weiter aggressiv Bitcoin. Der Bestand überschritt nun die Marke von 40.000 Token. Allein im ersten Quartal 2026 erwarb das Management über 5.000 Bitcoin.

Der Gesamtwert dieser Reserven beläuft sich auf rund 4,18 Milliarden US-Dollar. Damit festigt Metaplanet seine Position. Weltweit halten nur zwei Unternehmen noch größere Bitcoin-Bestände. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei gut 104.000 US-Dollar pro Coin.

Eigener Broker für den japanischen Markt

Um diesen gewaltigen Schatz zu nutzen, kauft Metaplanet nun Siiibo Securities. Die Übernahme kostet etwa 13,1 Millionen US-Dollar. Nach Abschluss im Juli firmiert der Broker unter dem Namen Metaplanet Securities.

Dieser Schritt bildet das Herzstück von "Project Nova". Das Ziel: renditebringende Krypto-Produkte für den japanischen Markt. Mit der eigenen Wertpapierlizenz baut Metaplanet die nötige Infrastruktur auf. Künftig will der Konzern Derivate auf Basis seiner Bitcoin-Reserven anbieten.

Absturz zwingt zum Handeln

An der Börse verpuffen diese Nachrichten bisher. Die Aktie notiert fast 89 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Seit Januar hat sich der Wert mehr als halbiert. Ein RSI-Wert von unter 30 signalisiert eine massive Überverkauf-Situation.

Der breite Marktabverkauf in Asien verstärkt diesen Abwärtsdruck. Der japanische Leitindex Nikkei 225 brach am Freitag um über vier Prozent ein. Tech-Werte litten besonders stark unter Sorgen über steigende KI-Kosten.

Dieser Preisverfall ruft nun CEO Simon Gerovich auf den Plan. Der Marktwert der Bitcoin-Reserven übersteigt mittlerweile die gesamte Marktkapitalisierung des Unternehmens. Gerovich stellt deshalb Aktienrückkäufe in Aussicht. Die formelle Umbenennung des neuen Brokers im Juli liefert den nächsten konkreten Impuls für die Aktie.

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