Metro, Kasachstan-GeschÀft

Metro gibt Kasachstan-GeschÀft auf

Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 10:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Der Lebensmittel-GroßhĂ€ndler Metro zieht sich nach knapp zwei Jahrzehnten aus Kasachstan zurĂŒck.

Wie das Unternehmen in DĂŒsseldorf mitteilte, stellt man das GeschĂ€ft in dem zentralasiatischen Staat bis Ende MĂ€rz 2027 ein. Sechs GroßmĂ€rkte und das BelieferungsgeschĂ€ft werden geschlossen, betroffen sind rund 650 BeschĂ€ftigte. Die Entscheidung sei nach einer PrĂŒfung der langfristigen Perspektiven erfolgt, der Aufbau einer tragfĂ€higen Grundlage fĂŒr nachhaltiges Wachstum sei in Kasachstan "herausfordernd".

Metro war 2009 in den kasachischen Markt eingestiegen. Im GeschÀftsjahr 2024/25 kam der Konzern dort auf einen Umsatz von 143 Millionen Euro - das waren 0,4 Prozent des Konzernumsatzes von 32,4 Milliarden Euro. Man bedauere die Entscheidung, sagte die Metro-Arbeitsdirektorin Christiane Giesen. "Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer sorgfÀltigen Bewertung der langfristigen Perspektiven des GeschÀfts und stellt in keiner Weise das Engagement und die Leistungen unseres Teams in Kasachstan infrage."

Kein Zusammenhang mit Russland-Aus

Im Nachbarstaat Russland ist ebenfalls Schluss, PrĂ€sident Wladimir Putin ließ das Metro-GeschĂ€ft unlĂ€ngst unter Zwangsverwaltung nehmen. In Russland war Metro seit 2001 aktiv, zuletzt kam der deutsche Konzern dort auf 91 GroßhandelsgeschĂ€fte und rund 9.000 Mitarbeiter. Konzernweit hatte Metro Ende September 2025 rund 84.000 BeschĂ€ftigte.

Der DĂŒsseldorfer Konzern erklĂ€rte, dass man keine operative Kontrolle mehr ĂŒber Metro Russland habe. Das Eigentum an Metro Russland bleibe aber formal bei der Metro AG DE000BFB0019. Das Unternehmen sprach ebenfalls von einer "vorĂŒbergehenden Zwangsverwaltung". Eine Konzernsprecherin sagte, dass es zwischen der Entwicklung in Russland und der Entscheidung zu Kasachstan keinen Zusammenhang gebe. Die zeitliche NĂ€he sei zufĂ€llig.

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de | DE000BFB0019 | METRO | boerse | 70214415 |