Mexikos PrÀsidentin wirft USA Einmischung vor
01.06.2026 - 06:18:28 | dpa.de"Und Mexiko, das sei klar und deutlich gesagt: Wir akzeptieren keine Einmischungen. Wir sind ein freies, unabhÀngiges und souverÀnes Land", sagte Sheinbaum bei einer Kundgebung anlÀsslich des zweiten Jahrestags ihres Wahlsiegs vor AnhÀngerinnen und AnhÀngern in der mexikanischen Hauptstadt Mexiko-Stadt.
Die PrĂ€sidentin erklĂ€rte, eine Behörde des US-Justizministeriums habe die Festnahme von zehn Mexikanern zur Auslieferung verlangt. Unter ihnen sind ihren Angaben nach ein Gouverneur, ein BĂŒrgermeister und ein amtierender Senator. Namen oder weitere Einzelheiten nannte sie nicht. UnabhĂ€ngig prĂŒfen lieĂen sich die Angaben der PrĂ€sidentin zunĂ€chst nicht.
Sheinbaum: "Mexiko ist die Piñata von niemandem"
Wenn aus dem Ausland bestimmt werde, wer schuldig sei und wer nicht, oder Druck auf mexikanische Institutionen ausgeĂŒbt werde, gehe es nicht mehr um Zusammenarbeit, sondern um Einmischung, sagte Sheinbaum. "Mexiko ist die Piñata von niemandem", fĂŒgte sie hinzu. Eine Piñata kann eine Figur sein, auf die zumeist Kinder mit Stöcken einschlagen, bis SĂŒĂigkeiten rausfallen.
Die PrĂ€sidentin rief ihre AnhĂ€nger dazu auf, in den kommenden Wochen Informationsveranstaltungen auf öffentlichen PlĂ€tzen abzuhalten. Dort solle ĂŒber die Verteidigung der nationalen SouverĂ€nitĂ€t informiert werden.
Die ĂuĂerungen fallen in eine Zeit, in der das Thema auslĂ€ndische Einflussnahme auf Wahlen in Mexiko verstĂ€rkt diskutiert wird. Erst vor kurzem billigte das Parlament eine von der Regierungspartei Morena unterstĂŒtzte Verfassungsreform, die bei nachgewiesener Einmischung aus dem Ausland eine Annullierung von Wahlen ermöglichen soll. In Mexiko werden in einem Jahr die beiden Kammern des Kongresses neu gewĂ€hlt.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
