MI5: Mehr Mittel gegen Staatsbedrohungen als im Kalten Krieg
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 17:53 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDas sagte McCallum bei der Vorstellung des jÀhrlichen Berichts zur Bedrohungslage in London.
Die Zahl der vom MI5 behandelten FÀlle im Zusammenhang mit staatlich gesteuerten Bedrohungen habe sich im letzten Jahrzehnt vervierfacht, erlÀuterte er. Britische Behörden melden immer wieder teils gewaltsame VorfÀlle, hinter denen Drahtzieher im Auftrag von Staaten wie dem Iran oder Russland vermutet werden. Dazu zÀhlen etwa Spionage, Sabotage und gewaltsame Angriffe wie BrandanschlÀge.
FĂŒr Aufsehen sorgte zuletzt ein Vorfall bei dem von der US-Luftwaffe genutzten britischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt RAF Fairford, hinter dem laut Premierminister Andy Burnham mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der Iran steckt. Ende September waren nahe der MilitĂ€rbasis zunĂ€chst fĂŒnf MĂ€nner festgenommen worden, spĂ€ter zwei weitere VerdĂ€chtige. Alle sieben kamen inzwischen unter Auflagen wieder frei. Sie werden der Vorbereitung einer terroristischen Tat verdĂ€chtigt.
McCallum: Russland bleibt "Aggressor Nummer eins"
VorfĂ€lle wie diese seien "kein Einzelfall", sagte McCallum der Nachrichtenagentur PA zufolge. Teheran nehme zunehmend hĂ€rtere Ziele wie militĂ€rische Einrichtungen ins Visier. "Diejenigen, die auf britischen StraĂen Chaos stiften wollen - seien es hier angeheuerte Verbrecher oder ihre Geldgeber im Ausland - werden auf eine unnachgiebige Reaktion stoĂen", warnte er.
Der russische Staat bleibe jedoch der "Aggressor Nummer eins" und gehe weiter aggressiv gegen GroĂbritannien und dessen VerbĂŒndete vor. Dabei mĂŒsse man genauer hinsehen: Es sei kein Zufall, dass Moskau europĂ€ische Staaten destabilisieren wolle, "wĂ€hrend ihre militĂ€rischen Fortschritte in der Ukraine minimal und mit entsetzlich hohen Kosten verbunden sind".
