Microsoft Aktie: 2,67 Gigawatt Kilby-Projekt mit Chevron
24.06.2026 - 19:04:55 | boerse-global.de
Strom wird zum Flaschenhals für Künstliche Intelligenz. Microsoft zieht nun Konsequenzen und sichert sich langfristig ab. Der Tech-Konzern schließt einen 20-jährigen Stromabnahmevertrag mit Chevron. Das Ziel: ein eigenes Gaskraftwerk in Texas für ein neues Rechenzentrum.
Gigawatt-Projekt in Texas
Das Projekt trägt den Namen Kilby. Eine Chevron-Tochter entwickelt die Anlage gemeinsam mit Engine No. 1. Sie soll künftig rund 2,67 Gigawatt Leistung bereitstellen. Der Aufbau erfolgt schrittweise. Die Turbinen stammen größtenteils von GE Vernova und der Caterpillar-Tochter Solar Turbines.
Der Strom fließt direkt in einen neuen Microsoft-Campus in Pecos. Dieser Ausbau erweitert die Rechenkapazität des Konzerns massiv. Die Anlage produziert die Energie direkt vor Ort. Das entlastet das regionale Stromnetz. Chevron plant die finale Investitionsentscheidung bis Ende 2026.
Milliarden für die Infrastruktur
Tech-Giganten suchen händeringend nach Energie für ihre KI-Dienste. Microsoft kauft längst nicht mehr nur Chips. Der Konzern investiert Milliarden in die eigene Stromversorgung. Das Projekt in Texas schafft über 6.000 Jobs auf dem Bau. Später entstehen hunderte feste Arbeitsplätze.
An der Börse löst der Deal keine Euphorie aus. Die Microsoft-Aktie notiert aktuell bei 327,35 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 19 Prozent. Der Kurs liegt damit weit unter der 200-Tage-Linie von 385,15 Euro.
Investoren wägen die hohen Kosten gegen den langfristigen Nutzen ab. Hinzu kommt ein ökologischer Aspekt. Microsoft hat sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Ein fossiles Kraftwerk passt auf den ersten Blick kaum dazu. Chevron verweist auf strenge Umweltauflagen und moderne Emissionskontrollen.
Der Pakt mit Chevron sichert Microsoft eine kritische Ressource. Bis der erste Strom im Jahr 2028 fließt, bleibt das Projekt jedoch eine teure Baustelle. Der Markt fordert in der Zwischenzeit handfeste Beweise. Die massiven Infrastruktur-Ausgaben müssen sich in steigenden Margen und Umsatzwachstum niederschlagen.
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