Microsoft, Aktie

Microsoft Aktie: BofA setzt auf Comeback

25.03.2026 - 06:00:44 | boerse-global.de

Die Bank of America empfiehlt Microsoft als Kauf mit Kursziel 500 USD, gestĂŒtzt auf starke Quartalszahlen und ein verdoppeltes Auftragsvolumen im GeschĂ€ftskundenbereich.

Microsoft Aktie: BofA setzt auf Comeback - Bild: ĂŒber boerse-global.de
Microsoft Aktie: BofA setzt auf Comeback - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Rund 21 Prozent im Minus seit Jahresbeginn — und trotzdem stuft die Bank of America Microsoft mit einem Kursziel von 500 Dollar als Kauf ein. Das impliziert ein AufwĂ€rtspotenzial von 31 Prozent gegenĂŒber dem aktuellen Niveau. Hinter dieser EinschĂ€tzung steckt mehr als bloßer Optimismus.

Starke Zahlen trotz Kurskorrektur

Die Analysten von BofA Securities verweisen auf die Fundamentaldaten: Im zweiten Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2026 erzielte Microsoft einen Umsatz von 81,3 Milliarden Dollar — ein Plus von 17 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Noch beeindruckender: Der Nettogewinn kletterte um 60 Prozent auf 38,5 Milliarden Dollar. Das verbleibende Auftragsvolumen im GeschĂ€ftskundenbereich (Commercial RPO) verdoppelte sich auf 625 Milliarden Dollar. Besonders letztere Zahl signalisiert, wie tief Microsoft bereits in den Budgets seiner Unternehmenskunden verankert ist.

Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief — der Abstand zum Oktober-Hoch von 557 Dollar ist erheblich.

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Umbau an der Spitze

CEO Satya Nadella hat gleichzeitig die FĂŒhrungsstruktur neu geordnet. Judson Althoff ĂŒbernimmt als CEO des Commercial Business, das mittlerweile mehr als 75 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Im Gaming-Bereich tritt Asha Sharma die Nachfolge des scheidenden Phil Spencer an — mit dem Auftrag, nach der 69-Milliarden-Dollar-Übernahme von Activision Blizzard das GeschĂ€ft auf Cloud-Abonnements und plattformĂŒbergreifende Titel auszurichten.

Copilot, Rechenzentren und der OpenAI-Konflikt

Auf Produktebene wird der Copilot-Bereich in vier SĂ€ulen aufgeteilt: Nutzererfahrung, Plattform, Microsoft-365-Anwendungen und eigene KI-Modelle. Mit der Einstellung von Ali Farhadi, dem frĂŒheren Leiter des Allen Institute for AI, stĂ€rkt Microsoft seine interne Modellentwicklung. Der bisherige Standalone-Dienst wurde direkt in Office integriert — neue, höherpreisige Microsoft-365-Tarife bĂŒndeln diese Funktionen. Rund 15 Millionen zahlende Nutzer hat Copilot bereits erreicht.

FĂŒr die nötige RechenkapazitĂ€t hat Microsoft ein 700-Megawatt-Rechenzentrum in Abilene, Texas geleast — ein Objekt, das ursprĂŒnglich fĂŒr Oracle und OpenAI vorgesehen war. Die Investitionsausgaben haben sich im Quartalsvergleich auf 29,9 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt.

Das VerhĂ€ltnis zu OpenAI bleibt dabei ein Unsicherheitsfaktor. In einem Pre-IPO-Filing vom 23. MĂ€rz 2026 nannte OpenAI die AbhĂ€ngigkeit von Microsoft explizit als Risikofaktor. Microsoft hĂ€lt zwar 27 Prozent an OpenAI, sieht aber einen 50-Milliarden-Dollar-Cloud-Vertrag des KI-Partners mit einem Konkurrenten als möglichen Verstoß gegen die exklusive Partnerschaft — ein Konflikt, der die strategische Allianz belasten könnte.

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