Microvast, Euro

Microvast: 0,8010 Euro neues 52-Wochen-Tief

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microvast verzeichnet einen Umsatzrückgang um 48 Prozent und ein neues 52-Wochen-Tief. Der Batteriekonzern verlagert die Produktion in die USA.

Microvast Aktie: Umsatzeinbruch und neues Jahrestief belasten
Eine abstrakte, gedämpfte Szene, die den Rückgang und die Bedenken im Technologiesektor darstellt, mit verschwommenen industriellen Elementen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microvast steht unter gewaltigem Druck. Während neue globale Strommarkt-Regeln die Nachfrage nach Speichersystemen eigentlich ankurbeln sollten, bricht der Umsatz des Batteriespezialisten massiv ein. Strategische Umbrüche und eine schwache Nachfrage bringen den Konzern in Bedrängnis.

Umsatz halbiert sich nahezu

Im ersten Quartal 2026 erlöste Microvast 60,6 Millionen US-Dollar. Das bedeutet ein Minus von 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Verzögerungen bei großen Kundenprojekten und regulatorische Hürden lasteten schwer auf dem Ergebnis. Einziger Lichtblick: Die Bruttomarge stabilisierte sich bei 31,6 Prozent.

Das Management sucht den Ausweg in einer regionalen Neuausrichtung. Die Montage der Container für Energiespeicher zieht komplett in die USA um. Dort locken staatliche Fördergelder für lokale Produzenten. Technisch setzt das Unternehmen derweil auf eine neue Generation von Batteriezellen mit 53,5 Amperestunden.

Börse straft Microvast ab

Anleger reagieren mit Panik auf die anhaltende Schwäche. Die Aktie markierte am Donnerstag bei 0,8010 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund zwei Drittel seines Wertes verloren. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 29,4 eine überverkaufte Lage.

Trotz der prekären Lage an der Börse treibt Microvast den Kapazitätsausbau voran. Das Werk im chinesischen Huzhou soll in der Phase 3.2 im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden. Die Erweiterung ist auf zwei Gigawattstunden ausgelegt und soll speziell die Produktion der neuesten Zelltechnologien unterstützen.

Ob diese Expansion ausreicht, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, hängt primär von der Stabilisierung der Abnahmezahlen im zweiten Halbjahr ab. Die hohen Finanzierungskosten und die extreme Volatilität bleiben die größten Risiken für das laufende Geschäftsjahr.

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