Microvision, Aktie

Microvision Aktie: 1-zu-15-Split am 1. August wirksam

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 02:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Microvision vollzieht einen 1:15-Aktiensplit und gründet eine Halbleitersparte, um die Nasdaq-Notierung zu sichern und das Lidar-Geschäft neu auszurichten.

Microvision: Aktienzusammenlegung und neue Chip-Strategie
Abstrakte grafische Darstellung von Umstrukturierungsprozessen in einer technologischen Finanzumgebung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Microvision geht in die Vollen. Das Unternehmen kämpft gegen den drohenden Rauswurf von der Technologiebörse Nasdaq. Eine drastische Maßnahme soll nun den Verbleib am Parkett sichern.

Die große Aktienzusammenlegung

Microvision führt einen Reverse Stock Split im Verhältnis 1 zu 15 durch. Die Aktionäre haben diesem Plan bereits zugestimmt. Am 1. August 2026 wird der Schritt wirksam. Das Ziel ist klar: Der Aktienkurs muss dauerhaft über die Marke von einem US-Dollar steigen. Nur so erfüllt das Unternehmen die Mindestanforderungen der Nasdaq.

Parallel dazu reduziert der Konzern die Anzahl der autorisierten Aktien. Statt 510 Millionen Anteilen stehen künftig nur noch 150 Millionen zur Verfügung. Der bereinigte Handel startet voraussichtlich direkt nach dem Stichtag im August.

Strategischer Schwenk zur Chip-Entwicklung

Mitten in der Kurskrise baut der Konzern seine Struktur um. Mitte Juli startete die Microvision Semiconductor Inc. Diese neue Einheit entwickelt spezialisierte Chips und integrierte Schaltungen für die Sensorik. Das Unternehmen will so seine Position im Markt für autonomes Fahren festigen.

James Byun übernimmt als neuer Chief Commercial Officer die Verantwortung für die Kommerzialisierung. Er soll industrielle Partnerschaften vorantreiben und den Umsatz steigern. Das Management bezeichnet diesen Kurs als „Lidar 2.0“. Dabei verknüpft das Team Hardware enger mit Software-Lösungen.

Druck an der Börse

Die Lage am Markt bleibt schwierig. Zuletzt rutschte das Papier auf ein neues Tief bei 0,2233 Euro. Innerhalb eines Jahres hat die Aktie über 80 Prozent an Wert verloren. Anleger beobachten nun genau, ob die Unterstützung in der letzten Woche vor dem Split hält.

Zusätzliche Bewegung droht durch das makroökonomische Umfeld. In dieser Woche entscheidet die US-Notenbank über die Zinsen. Ferner legen große Technologiekonzerne ihre Geschäftszahlen vor. Diese Ereignisse beeinflussen oft den gesamten Sektor für spezialisierte Hardware.

Microvision plant die Veröffentlichung seiner eigenen Quartalsergebnisse für August. Anleger warten vor allem auf Details zur neuen Halbleiter-Sparte. Ein Erfolg der Strategie hängt nun maßgeblich von ersten konkreten Kundenverträgen ab.

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