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Military Metals Aktie: US-Dekret vom 20. Juli

Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 18:45 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Neue US-Verordnung zu strategischen Rohstoffen lässt Antimon-Preise steigen. Military Metals treibt Bohrungen in Kanada voran.

Neue US-Verordnung zu strategischen Rohstoffen lässt Antimon-Preise steigen. Military Metals treibt Bohrungen in Kanada voran.
Industrielle Metallverarbeitung in einer modernen Fabrik mit glühendem Metall. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein neues Dekret aus dem Weißen Haus sorgt für Bewegung bei Military Metals. Die US-Regierung verschärft den Kurs bei strategischen Rohstoffen für die Landesverteidigung massiv. Das Unternehmen profitiert von dieser politischen Wende unmittelbar. Die Aktie legte am Mittwoch um knapp zehn Prozent zu.

Die US-Administration hat am 20. Juli 2026 eine neue Verordnung erlassen. Ziel ist die Sicherung heimischer Lieferketten für militärische Anwendungen. Ab Anfang 2027 wird der Bezug kritischer Materialien von geopolitischen Rivalen drastisch eingeschränkt. Ausnahmegenehmigungen soll es künftig kaum noch geben.

Antimon steht im Zentrum dieser Strategie. Der Rohstoff ist unverzichtbar für die Produktion von Munition, Nachtsichtgeräten und Infrarotsensoren. Kanada und die USA stufen das Metall offiziell als kritischen Rohstoff ein. Da westliche Staaten aktuell über fast keine eigene Produktion verfügen, stiegen die Preise zuletzt auf über 60.000 US-Dollar pro Tonne.

Military Metals treibt parallel dazu zwei zentrale Projekte voran. In Nova Scotia begann am 13. Juli eine Bohrkampagne auf dem West-Gore-Areal. Sieben Löcher sollen dort die Kontinuität der hochgradigen Erzvorkommen unterhalb historischer Minenanlagen bestätigen. Das Programm umfasst insgesamt 1.750 Meter.

Schwieriger gestaltet sich die Lage in Europa. Das slowakische Umweltministerium entzog dem Unternehmen im Mai überraschend die Lizenz für das Trojarova-Projekt. Military Metals legte dagegen am 12. Juni Widerspruch ein. Die Firma argumentiert, dass die Stornierung gegen den Critical Raw Materials Act der EU verstößt.

Trotz des jüngsten Anstiegs auf 0,1280 Euro bleibt das Papier volatil. Seit Jahresbeginn verlor der Wert rund 43 Prozent an Boden. Der Relative-Stärke-Index von 50,9 Punkten deutet jedoch darauf hin, dass die Aktie den überverkauften Bereich verlassen hat.

Die nächsten Monate bringen operative Klarheit. In der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet der Markt die ersten Laborergebnisse der Bohrungen in Kanada. Parallel dazu entscheidet das Berufungsverfahren in der Slowakei über die Zukunft des dortigen Antimon-Vorkommens.

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