MinisterprÀsident, Rhein

MinisterprÀsident Rhein fordert klare Absage an Zuckersteuer

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 07:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) hat sich gegen die EinfĂŒhrung der geplanten Zuckersteuer ausgesprochen.

"In einer Zeit, in der viele Menschen mit hohen Preisen zu kĂ€mpfen haben, darf der Staat Lebensmittel und GetrĂ€nke nicht noch teurer machen", sagte Rhein der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik mĂŒsse die aktuelle Preiskrise abfedern und dĂŒrfe sie nicht weiter verschĂ€rfen.

"Ich erwarte eine klare Absage an eine weitere Teuer-Steuer auf Lebensmittel fĂŒr unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger und eine Zusage fĂŒr echte Entlastungen der Menschen im Alltag", sagte Rhein. Dazu gehörten niedrigere Energiepreise, geringere SozialversicherungsbeitrĂ€ge und spĂŒrbare Entlastungen bei den alltĂ€glichen Lebenshaltungskosten.

Steuer könnte mehr GetrÀnke treffen als gedacht

Die schwarz-rote Bundesregierung plant in Zusammenhang mit dem Sparpaket fĂŒr stabile KrankenkassenbeitrĂ€ge die EinfĂŒhrung einer Steuer auf gezuckerte GetrĂ€nke. Die konkrete Ausgestaltung ist aber noch strittig. Zuletzt wurde bekannt, dass die geplante Abgabe mehr Produkte betreffen könnte als ursprĂŒnglich angenommen. So geht aus einem Papier des Bundesfinanzministeriums von Ressortchef Lars Klingbeil (SPD) hervor, dass neben Limonaden auch SĂ€fte, MilchgetrĂ€nke, Eistees, BiermischgetrĂ€nke, Haferdrinks und Fertigkaffees der Zuckersteuer unterworfen werden könnten.

Die ErnĂ€hrungsbranche hatte Anfang Juli ihren Widerstand gegen eine Zuckersteuer bekrĂ€ftigt und vor einer EinfĂŒhrung der Abgabe schon 2027 gewarnt. Ob sie positive Effekte auf die Gesundheit hĂ€tte, sei umstritten, Verbraucher und Unternehmen wĂŒrden aber definitiv zusĂ€tzlich belastet, hatten der Lebensmittelverband Deutschland und die Bundesvereinigung der Deutschen ErnĂ€hrungsindustrie erklĂ€rt. Auch die Zuckerwirtschaft, der GetrĂ€nkefachgroßhandel und VerbĂ€nde der GetrĂ€nkewirtschaft sind vehement gegen eine Zuckersteuer. Die Verbraucherzentralen und die VerbraucherschĂŒtzer von Foodwatch befĂŒrworten die PlĂ€ne hingegen.

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