Europa Schluss: Beruhigung - Trump vermeidet in Davos Eskalation
21.01.2026 - 18:22:23 | dpa.deDer US-PrĂ€sident schloss in der Grönland-Frage Gewalt aus. Er hĂ€lt aber an seinen PlĂ€nen fest, dass zum Schutz der USA und der Welt die Vereinigten Staaten Grönland ĂŒbernehmen mĂŒssten. FĂŒr Anleger war dies zunĂ€chst eine Beruhigungspulle, weil sich damit die jĂŒngste Eskalation nicht verschĂ€rfte.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 holte seine Verluste mit der Rede Trumps weitgehend auf, am Ende des Tages stand fĂŒr den Eurozonen-Leitindex ein Minus von 0,16 Prozent auf 5.882,88 Punkte zu Buche. AuĂerhalb der Eurozone schloss der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 mit plus 0,11 Prozent auf 10.138,09 ZĂ€hler, wĂ€hrend der schweizerische SMI CH0009980894 um 0,10 Prozent auf 13.156,81 Punkte nachgab.
Aus Branchensicht verbuchten Aktien von Versicherern EU0009658822 am Mittwoch die gröĂten Verluste. Der Sektor steht sein Jahresanfang unter Druck, auch wegen einer enttĂ€uschenden Preiserneuerungsrunde. Munich Re DE0008430026 verloren zur Wochenmitte 3,1 Prozent, Axa FR0000120628 sanken um 2,3 Prozent.
Mit weitem Abstand oben in der Anlegergunst standen hingegen einmal mehr Rohstofftitel EU0009658624. So verbuchten die Papiere der Bergbaukonzerne Rio Tinto GB0007188757 an der "Footsie"-Spitze nach einem starken Produktionsbericht KursaufschlÀge von mehr als 5 Prozent.
Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Danone FR0000120644 schlossen 8,4 Prozent tiefer. Das Problem verunreinigter Babynahrung zieht immer weitere Kreise zieht: In einem von einem Lieferanten stammenden Inhaltsstoff wurde das Toxin Cereulid festgestellt. Der von bestimmten Bakterien gebildete Giftstoff kann Ăbelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen - und ist Auslöser von RĂŒckrufen nicht nur bei Danone, sondern auch bei Konkurrenten wie Nestle CH0038863350. Dessen Papiere verloren 1,3 Prozent.
Die Anteile von Burberry GB0031743007 zogen nach einem positiv aufgenommenen Quartalsumsatz des britischen Luxusmodeherstellers um 5 Prozent an. Analysten der Deutschen Bank sprachen von einer Erleichterung fĂŒr die zuletzt gebeutelte Branche und verwiesen auf den sich erholenden Absatz der Briten im wichtigen chinesischen Markt.
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