Mit Rio Tinto als Partner: Domestic Metals startet bei Smart Creek in die nächste Phase
18.09.2026 - 09:10:00
Domestic Metals hat den Beginn des geplanten Bohrprogramms auf dem Smart-Creek-Projekt in Montana bekannt gegeben. Nachdem das Unternehmen in den vergangenen Monaten historische Daten ausgewertet, zusätzliche geophysikalische Arbeiten durchgeführt und Bohrziele definiert hat, beginnt nun die nächste entscheidende Phase der Exploration. Warum dieser Meilenstein so wichtig ist, weshalb ihn Smart Creek persönlich überzeugt hat und worauf Investoren in den kommenden Monaten achten sollten, erklärt Gordon Neal.
Nach Monaten der Vorbereitung haben die Bohrungen bei Smart Creek nun begonnen. Warum ist dies die entscheidende Phase für Domestic Metals?
Gordon Neal: Die vergangenen Monate waren der Vorbereitung gewidmet. Wir haben historische Bohrdaten ausgewertet, zusätzliche geophysikalische Untersuchungen durchgeführt und sämtliche verfügbaren Informationen in ein aktualisiertes geologisches Modell integriert. Wir erreichen nun die Phase, in der wir unsere Annahmen anhand neuer Bohrdaten überprüfen können. Von diesem Zeitpunkt an beginnen wir, die entscheidenden geologischen Fragen zu beantworten. Jedes Bohrloch liefert wertvolle Informationen und hilft uns dabei, das mineralisierte System besser zu verstehen. Genau darum geht es in dieser Phase.
Sie verfügen über langjährige Erfahrung in der Bergbauindustrie. Warum haben Sie sich persönlich dazu entschieden, zu Domestic Metals und insbesondere zum Smart-Creek-Projekt zu kommen?
Gordon Neal: Nach vielen Jahren in der Branche entwickelt man ein Gespür dafür, welche Projekte das Potenzial haben, wirklich bedeutend zu werden. Die erfolgreichsten Projekte weisen in der Regel dieselben Merkmale auf: eine überzeugende Geologie, eine bergbaufreundliche Jurisdiktion, ein starkes technisches Team und vor allem die Möglichkeit, eine Lagerstätte von wirtschaftlich relevanter Größe zu definieren. Größe ist im Bergbau entscheidend. Selbst gute Gehalte reichen häufig nicht aus, wenn einem Projekt die notwendige Dimension fehlt. Genau dieses Potenzial sehe ich bei Smart Creek.
Besonders beeindruckt haben mich die umfangreichen historischen Arbeiten und die geologischen Hinweise darauf, dass Smart Creek Teil eines großen Kupfer-Porphyr-Systems sein könnte und gleichzeitig Potenzial für hochgradige Carbonate Replacement Deposits (CRDs) bietet. Diese Kombination ist außergewöhnlich. Ein Porphyr-System kann eine großvolumige Kupferlagerstätte beherbergen, während CRDs sehr hochgradige Mineralisierungen enthalten können. Sollte das aktuelle Bohrprogramm diese geologische Interpretation bestätigen, wäre dies ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
Hinzu kommt unsere Partnerschaft mit Rio Tinto. Die Tatsache, dass eines der weltweit führenden Bergbauunternehmen das Projekt über Jahre hinweg untersucht hat und weiterhin wirtschaftlich daran beteiligt ist, unterstreicht die Qualität dieser Chance. Exploration bietet niemals Garantien, aber Smart Creek verfügt genau über die Eigenschaften, nach denen ich bei einem Explorationsprojekt suche.
Wenn Smart Creek so attraktiv ist, warum entwickelt Rio Tinto das Projekt dann nicht selbst?
Gordon Neal: Diese Frage hören wir häufig. Earn-in-Vereinbarungen sind seit Langem ein üblicher Bestandteil der Bergbauindustrie. Große Bergbaukonzerne verwalten Projekte auf der ganzen Welt und müssen ihre Portfolios kontinuierlich priorisieren. Die Tatsache, dass Rio Tinto Smart Creek über Jahre hinweg untersucht hat und weiterhin ein wirtschaftliches Interesse daran hält, verschafft uns eine hervorragende Ausgangsposition. Nun liegt es an uns, dieses Potenzial durch erfolgreiche Exploration zu erschließen.
Sie beginnen ein Bohrprogramm über 9.000 Meter. Was möchten Sie in den kommenden Wochen herausfinden?
Gordon Neal: Wir konzentrieren uns auf jene Zielgebiete, die auf Grundlage unserer geologischen Interpretation das größte Potenzial bieten. Unser Ziel besteht nicht einfach darin, hohe Gehalte anzutreffen. Ebenso wichtig ist es, unser geologisches Modell zu bestätigen oder weiterzuentwickeln und ein besseres Verständnis des mineralisierten Systems als Ganzes zu gewinnen.
Wann kann der Markt mit den ersten Ergebnissen rechnen und worauf sollten Investoren besonders achten?
Gordon Neal: Sobald einzelne Bohrlöcher abgeschlossen sind, werden die Proben an unabhängige Labore geschickt. Natürlich dauert es einige Zeit, bis sämtliche Analyseergebnisse vorliegen. Investoren sollten sich deshalb nicht ausschließlich auf einzelne Analyseergebnisse konzentrieren. Der eigentliche Wert entsteht aus der Kombination von Bohrfortschritt, geologischen Beobachtungen und Laboranalysen, um ein verlässliches Gesamtbild des Projekts zu erhalten.
Angenommen, das Bohrprogramm ist erfolgreich: Was könnte der nächste Schritt für Smart Creek sein?
Gordon Neal: Eine erfolgreiche Bohrkampagne würde die Grundlage für weitere Explorationsarbeiten schaffen. Anschließend könnten zusätzliche Bohrungen folgen, um das System genauer zu definieren und schließlich eine zukünftige Ressourcenschätzung zu ermöglichen. Abhängig von den Ergebnissen könnten sich zudem verschiedene strategische Optionen ergeben, darunter zusätzliche Partnerschaften oder ein verstärktes Interesse größerer Bergbauunternehmen. Entscheidend ist, belastbare Daten zu schaffen und den Wert des Projekts durch systematische Exploration kontinuierlich zu steigern.
Das aktuelle Bohrprogramm ist vollständig finanziert. Wie sieht Ihre Roadmap für Domestic Metals über diese Kampagne hinaus aus?
Gordon Neal: Unser Fokus liegt eindeutig auf der erfolgreichen Durchführung des Bohrprogramms. Gute Ergebnisse eröffnen neue Möglichkeiten – aber zunächst müssen wir liefern. Darauf konzentriert sich unser gesamtes Team.
Sollten die Ergebnisse unseren Erwartungen entsprechen, werden wir die nächsten Entwicklungsschritte sorgfältig planen. Exploration ist ein langfristiger Prozess, bei dem jeder Meilenstein auf dem vorherigen aufbaut. Unser Ziel bleibt es, Smart Creek diszipliniert voranzubringen und gleichzeitig nachhaltigen langfristigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.
