MOEX: Haushaltsplanung massiv überschritten
12.04.2026 - 08:31:32 | boerse-global.deDer russische Leitindex MOEX beendete die Handelswoche mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 2.725 Punkten. Investoren reagierten verunsichert auf Berichte über ein ausuferndes Staatsdefizit und die anhaltend hohe Inflation. Die Sorge vor einer restriktiven Geldpolitik der Zentralbank überschattete dabei die Stabilisierung der Ölpreise.
Haushaltsdaten belasten die Stimmung
Das russische Finanzministerium vermeldete jüngst, dass das Haushaltsdefizit bereits die ursprünglichen Jahresplanungen überschritten hat. Diese Nachricht verstärkte die Zweifel an der künftigen fiskalischen Stabilität und erhöhte den Druck auf den Anleihenmarkt. Gleichzeitig deuten beschleunigte Inflationsdaten darauf hin, dass die Leitzinsen länger auf einem hohen Niveau bleiben könnten als vom Markt erhofft.
Innerhalb des Index zeigte sich ein gespaltenes Bild zwischen den Schwergewichten. Während einige Exportwerte von Ölpreisen nahe der 97-Dollar-Marke profitierten, gerieten andere Titel aufgrund neuer Sanktionen unter Druck. Besonders Novatek verzeichnete deutliche Abschläge, nachdem Berichte über verschärfte Maßnahmen gegen russische Flüssiggas-Exporte (LNG) die Runde machten.
Gewinner und Verlierer im Überblick
Die Kursbewegungen der Einzelwerte spiegelten die unterschiedliche Betroffenheit durch makroökonomische Faktoren wider:
- Tatneft (+1,65 %): Dividendenoptimismus und starke operative Daten trieben den Kurs.
- Novatek (-2,84 %): Schärfere LNG-Sanktionen sorgten für massiven Verkaufsdruck.
- Magnit (-2,46 %): Steigende Refinanzierungskosten belasteten den Konsumsektor.
- Polyus (-2,06 %): Die Aktie gab trotz einer angekündigten Dividende von 56,8 Rubel nach.
Technisch gesehen testet der Index derzeit die wichtige Unterstützung bei 2.720 Punkten. Ein Unterschreiten dieser Marke könnte den Weg für weitere Abgaben bis auf das Jahrestief bei 2.650 Punkten ebnen. Die technischen Indikatoren signalisieren zwar eine überverkaufte Lage, jedoch bleibt der mittelfristige Trend aufgrund der unterschrittenen 50- und 200-Tage-Linien negativ.
Am Montag, den 13. April, stehen die offiziellen Inflationsdaten für März im Mittelpunkt. Marktteilnehmer erwarten eine monatliche Steigerung von 0,5 Prozent. Jedes Ergebnis oberhalb dieser Schätzung dürfte die Erwartungen an eine straffe Zentralbankpolitik zementieren und zum Handelsstart um 10:00 Uhr Moskauer Zeit für erhöhte Volatilität sorgen. Zudem wird die Veröffentlichung der Handelsbilanz für Februar weitere Aufschlüsse über die Exportstärke unter dem aktuellen Sanktionsregime liefern.
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