MorphoSys AG, DE0006632003

Monjuvi: Therapie gegen diffus großzelliges B-Zell-Lymphom

14.05.2026 - 12:31:21 | ad-hoc-news.de

Monjuvi ist ein monoklonaler Antikörper zur Behandlung von Patienten mit rezidivierendem oder refraktärem diffus großzelligem B-Zell-Lymphom. Das Medikament wird in Deutschland über spezialisierte Onkologiezentren vertrieben und bietet eine gezielte Option für schwere Krebsfälle.

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Monjuvi revolutioniert die Behandlung von Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), einem der häufigsten Non-Hodgkin-Lymphome. Dieses Medikament zielt direkt auf CD19-positive B-Zellen ab und wird bei Patienten eingesetzt, die auf vorherige Therapien nicht angesprochen haben.

Stand: 14.05.2026

Von Anna Meier, Senior Editor - spezialisiert auf Pharmaprodukte und globale Märkte.

Auf einen Blick

  • Produkt: Monjuvi
  • Kategorie: Monoklonaler Antikörper
  • Marke/Hersteller: MorphoSys
  • Wichtigste Einsatzgebiete: Rezidivierendes oder refraktäres DLBCL
  • Verfügbarkeit: In Deutschland über Onkologiezentren
  • Kernmärkte: Europa, USA

Was Monjuvi ist und wie es funktioniert

Monjuvi, auch bekannt als Tafasitamab, ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der spezifisch an das CD19-Antigen auf der Oberfläche von B-Zellen bindet. Diese Zellen sind bei DLBCL pathologisch vermehrt und verursachen die Erkrankung. Durch die Bindung aktiviert Monjuvi mehrere Mechanismen: Antikörper-abhängige zelluläre Zytotoxizität (ADCC), direkte Apoptose-Induktion und Komplement-abhängige Zytotoxizität (CDC).

Die Therapie wird typischerweise in Kombination mit Lenalidomid verabreicht, einem Immunmodulator. Die Dosierung umfasst initial 12 mg/kg Körpergewicht intravenös einmal wöchentlich für die ersten drei Wochen, gefolgt von einem angepassten Schema. Klinische Studien wie L-MIND haben eine Gesamtremissionsrate von 60 Prozent gezeigt, mit einer kompletten Remission bei 40 Prozent der Patienten.

In Deutschland unterliegt Monjuvi der Zulassung durch die EMA und wird vom BfArM überwacht. Die Infusion erfolgt ambulant in zertifizierten Zentren, was die Belastung für Patienten minimiert.

Warum Monjuvi für Verbraucher und Industrie wichtig ist

Für Patienten in Deutschland mit refraktärem DLBCL bedeutet Monjuvi eine lebensverlängernde Option, wo zuvor oft nur palliatives Vorgehen möglich war. Die mediane progressionsfreie Überlebenszeit lag in Studien bei 11,6 Monaten im Vergleich zu konventionellen Therapien. Besonders für ältere Patienten oder solche mit Komorbiditäten ist die Therapie verträglich, mit häufigsten Nebenwirkungen wie Neutropenie und Anämie.

In der pharmazeutischen Industrie unterstreicht Monjuvi die Stärke der Antikörper-Technologie. Es demonstriert, wie gezielte Therapien die Überlebenschancen verbessern und Kosten im Gesundheitssystem senken können, da weniger Krankenhausaufenthalte nötig sind. Deutsche Onkologen schätzen die Therapie hoch, wie Berichte in der Pharmazeutischen Zeitung bestätigen.

Monjuvi im deutschen und globalen Markt

In Deutschland ist Monjuvi seit 2020 verfügbar und wird in über 100 onkologischen Zentren angeboten. Die Nachfrage steigt durch die hohe Inzidenz von DLBCL mit rund 5.000 Neuerkrankungen jährlich. Wettbewerber wie Polatuzumab Vedotin existieren, doch Monjuvi hebt sich durch seine CD19-Spezifität ab. Die Lieferkette ist stabil, reguliert durch EMA-Richtlinien.

Global generiert Monjuvi Umsätze in Höhe von Hunderten Millionen Euro, mit starkem Wachstum in Europa und den USA. In Deutschland trägt es zur Diversifikation der Krebsbehandlungen bei und wird in Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft empfohlen.

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Die offizielle Produktseite bietet die direkteste Quelle zu Monjuvi.

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Weitere Berichte und Entwicklungen rund um Monjuvi sind in der Übersicht verfügbar.

Mehr zu Monjuvi

Monjuvi wird vom Biotech-Unternehmen MorphoSys entwickelt und vermarktet. Das Unternehmen mit Sitz in Planegg bei München fokussiert sich auf innovative Antikörpertherapien.

MorphoSys-Aktien sind an der Börse notiert, ISIN DE0006632003. Die Aktie wird im TecDAX geführt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Aktien sind volatile Finanzinstrumente.

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