Mynaric Aktie: Morgan Stanley hebt Ziel auf 293 Dollar
Veröffentlicht: 09.07.2026 um 19:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Die Übernahme des deutschen Laser-Spezialisten Mynaric durch den US-Konzern Rocket Lab sorgt bei Analysten für steigende Erwartungen. Morgan Stanley sieht in der Technologie einen entscheidenden Wachstumsfaktor für den gesamten Raumfahrtsektor – und hebt das Kursziel deutlich an.
Kursziel auf 293 Dollar angehoben
In einem Bericht vom Juli 2026 erhöhte die US-Investmentbank ihr optimistisches Szenario für Rocket Lab auf 293 US-Dollar. Analystin Kristine Liwag begründet den Schritt mit der vollständigen Integration von Mynaric. Der Konzern biete nun alle kritischen Komponenten eines Weltraumsystems aus einer Hand.
Die Münchner Lasertechnik ist dabei der Schlüssel. Die im April abgeschlossene Akquisition ermöglicht optische Kommunikationsterminals für Satellitenkonstellationen. Das Unternehmen produziert diese Hardware für die Vernetzung von Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) – die Datenautobahn im All.
Vorteil bei Regierungsaufträgen
Besonders im Verteidigungsbereich sehen die Analysten großes Potenzial. Die Laser-Terminals sind bereits Bestandteil des „Proliferated Warfighter Space Architecture“-Programms der US-Raumfahrtbehörde SDA. Die vertikale Integration reduziert die Abhängigkeit von externen Zulieferern.
Die Folge: höhere Margen bei Regierungsaufträgen. Im Vergleich zum breiten Markt, der nach dem SpaceX-Börsengang im Juni 2026 unter Volatilität litt, gilt die Mynaric-Sparte als besonders stabil.
Technologie als Rückgrat
Laut Morgan Stanley sichert die End-to-End-Lösung jährlich wiederkehrende Umsätze im Bereich Satellitenkonnektivität. Die Restrukturierung nach dem deutschen StaRUG-Verfahren 2025 habe den Weg für die industrielle Skalierung geebnet. Die ursprüngliche Börsennotierung endete zwar durch Kapitalmaßnahmen – die technologische Substanz von Mynaric bildet nun das Rückgrat der wachsenden Raumfahrtsparte.
Im Fokus der kommenden Quartale steht die Entwicklung des Terminals Condor Mk3.1. Es ist für Datenraten von bis zu 100 Gbit/s ausgelegt und gilt als Goldstandard für militärische wie kommerzielle Satellitennetzwerke.
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