Aktien New York Ausblick: Wenig verÀndert - Nasdaq-Rekordhoch erwartet
07.05.2026 - 14:33:02 | dpa.deFĂŒr ein weiteres Rekordhoch an der Nasdaq dĂŒrfte es aber reichen. Im Fokus bleibt der Iran-Krieg und damit auch die Ălpreise, die den dritten Tag in Folge rĂŒcklĂ€ufig sind.
Der Broker IG taxierte den bekanntesten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 rund eine Stunde vor dem Börsenstart 0,1 Prozent höher auf 49.975 Punkte. Zum Rekordhoch vom Februar bei 50.513 Punkten fehlen nur noch etwas mehr als ein Prozent.
Der ĂŒberwiegend mit Technologieaktien bestĂŒckte Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 dĂŒrfte ebenfalls 0,1 Prozent höher starten. 28.610 ZĂ€hler wĂ€ren schon wieder eine neue Bestmarke. Seit dem Jahrestief Ende MĂ€rz hat der Nasdaq-Auswahlindex mittlerweile um etwas mehr als 25 Prozent zugelegt. Im bisherigen Jahresverlauf belĂ€uft sich der Gewinn auf etwas mehr als 13 Prozent, wĂ€hrend der Philadelphia-Semiconductor-Index SOX im selben Zeitraum um rund 62 Prozent nach oben schoss.
Eine Einigung ĂŒber ein Ende des Kriegs mit dem Iran ist nach EinschĂ€tzung von US-PrĂ€sident Donald Trump in den kommenden Tagen möglich. Zugleich aber drohte Trump dem Iran in einem Interview des Senders PBS erneut: Falls es keinen Deal gebe, mĂŒsse man wieder damit anfangen, den Iran "in Grund und Boden zu bombardieren".
Weltweit sieht Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank fĂŒr die AktienmĂ€rkte seit geraumer Zeit zwei Treiber, die allerdings durch den Iran-Krieg ausgebremst worden seien: die Investitionen in RĂŒstung und die in KĂŒnstliche Intelligenz. "Wenn der Nahostkonflikt durch eine baldige Lösung nicht mehr dauerhaft Sand ins Getriebe streut, können diese beiden Motoren wieder zu ihrer vollen Leistung zurĂŒckkehren", erwartet Stanzl und spricht von "einem positiven Ausblick fĂŒr Aktien".
Unternehmensseitig dĂŒrfte im Dow die McDonald's-Aktie US5801351017 in den Blick rĂŒcken, die vorbörslich um 3,3 Prozent auf 293,50 US-Dollar stieg. Die UmsĂ€tze der Schnellrestaurant-Kette im ersten Quartal blieben zwar leicht hinter den Erwartungen zurĂŒck, doch anscheinend waren die Anleger bereits auf negative Neuigkeiten gefasst. Tags zuvor war das Papier nach seinem Rekordhoch Anfang MĂ€rz bei 341,75 Dollar auf den tiefsten Stand seit Ende Januar zurĂŒckgekehrt.
Tesla US88160R1014 dĂŒrften sich im Nasdaq 100 mit plus 1,9 Prozent weiter erholen. Der E-Autohersteller hatte Auslieferungszahlen in China fĂŒr den Monat April bekannt gegeben und im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 36 Prozent gemeldet.
Doordash US25809K1051 sprangen vorbörslich nach Zahlen um knapp 10 Prozent nach oben, denn die Prognose des On-Demand-Essenslieferservices fĂŒr die AuftragseingĂ€nge im laufenden Quartal ĂŒbertraf die Analystenerwartungen.
Snap US83304A1060 und Arm US0420682058 dagegen zeigten sich vorbörslich sehr schwach. Der Mutterkonzern der Social-Media-App Snapchat US83304A1060 wies zur Vorlage seiner Quartalszahlen auf negative EinflĂŒsse des Nahostkonflikts auf seine Werbeerlöse hin.
Arm Holdings warnte unterdessen zur Zahlenvorlage vor einer Flaute in der Smartphone-Branche, wodurch eine entscheidende Einnahmequelle des Chip-Herstellers beeintrĂ€chtigt wĂŒrde. Der Chipdesigner erwartet allerdings, dass das Wachstum im Bereich der KI-Rechenzentren diesen Einbruch mehr als ausgleichen wird. WĂ€hrend Snap um 8,4 Prozent absackten, verloren Arm 7,2 Prozent.
Den Papieren der Citigroup US1729674242 erging es nur wenig besser mit einem vorbörslichen Verlust von 3,0 Prozent. Die US-Bank will zwar Aktien im Wert von 30 Milliarden Dollar zurĂŒckkaufen, doch am Markt hatte man sich ein noch gröĂeres Volumen erhofft.
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