Aktien, Europa

Aktien Europa: Vorsichtige Stabilisierung

05.03.2026 - 12:19:29 | dpa.de

Nach den Gewinnen am Vortag haben die europÀischen Börsen ihre Erholung am Donnerstag fortgesetzt.

Die anfĂ€nglichen Verluste und das ĂŒberschaubare Plus zeugten allerdings von der Vorsicht der Marktteilnehmer. "Zwar fĂŒhren die militĂ€rischen SchlĂ€ge der USA zu nachlassenden Raketenangriffen des Iran", sagte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Dennoch bleibt die Lage angespannt und die Straße von Hormus das Nadelöhr fĂŒr die globale Konjunktur."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 stieg am Mittag um 0,33 Prozent auf 5.890,19 Punkte. Außerhalb der Eurozone legte der britische Leitindex FTSE 100 GB0001383545 zuletzt um 0,4 Prozent auf 10.609,88 Punkte zu. Der Schweizer SMI CH0009980894 tendierte dagegen kaum verĂ€ndert.

Die Vorsicht spiegelte sich nicht zuletzt in den Verlusten des Reise- und Freizeitsektors wider. Die jĂŒngste Erholung der Anfang der Woche wegen des Iran-Krieges unter Druck gekommenen Branche nahmen Anleger zum Anlass, zu verkaufen.

Zu den schwĂ€cheren Sektoren zĂ€hlten auch die Konsumwerte. Hier standen Aktien von Reckitt GB00B24CGK77 unter Druck. Nach neuen Zahlen sank der Wert um 4,3 Prozent. Er fiel damit auf den tiefsten Stand im laufenden Jahr. Die Analysten von Bernstein lobten zwar die Resultate fĂŒr das vierte Quartal. Doch James Edwardes Jones von der kanadischen Bank RBC verwies auf den lediglich durchwachsenen Ausblick. So habe der Hersteller von Reinigungsmitteln und Haushaltsprodukten darauf hingewiesen, dass das erste Quartal des laufenden Jahres nicht allzu stark werden dĂŒrfte.

Etwas besser sah es bei den Technologiewerten aus. Sie profitierten von den Vorgaben der Wall Street und aus Asien. Der US-Halbleiterkonzern Broadcom US11135F1012 hatte sich zudem fĂŒr das laufende zweite Quartal optimistisch geĂ€ußert. Zudem legten SAP DE0007164600 zu. "Seit dem Start der US-Operation 'Epische Wut' stehen Software-Aktien plötzlich wieder auf der Kaufliste der Anleger", merkte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, dazu an.

Auch Ölwerte waren gefragt. Der Ölpreis hatte den mit Beginn des Iran-Krieges gestarteten Höhenflug fortgesetzt. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.

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