Zahl der 5G-Mobilfunk-VertrÀge in Westeuropa 2023 verdoppelt
30.11.2023 - 06:10:33 | dpa.deNach einer Analyse des MobilfunkausrĂŒsters Ericsson SE0000108656 (5G) wird sich die Zahl der 5G-VertrĂ€ge in Westeuropa in diesem Jahr verdoppeln. Ende 2022 verzeichneten die Forscher in Westeuropa 67 Millionen 5G-VertrĂ€ge. Ende 2023 sollen es 139 Millionen sein. Das geht aus dem Ericsson Mobility Report hervor, der am Donnerstag in Stockholm veröffentlicht wurde. Das entspricht einem Marktanteil von 25 Prozent.
International liegt Nordamerika noch weit vorne. 61 Prozent aller dortigen Mobilfunk-VertrĂ€ge beinhalten fĂŒr die Kunden die Option, in einem modernen 5G-Netz funken zu können. In Nordostasien liegt der Anteil bei 41 Prozent und der Golfregion bei 34 Prozent.
Mittel- und langfristig sagt der Ericsson-Report jedoch einen Wechsel der Spitzenpositionen voraus. Westeuropa werde bis 2029 aufholen und dann fĂŒr 5G einen Anteil von 85 Prozent aller VertrĂ€ge haben. Nordamerika (92 Prozent) und der Region des Golfkooperationsrates (92 Prozent) können ihren Vorsprung nur noch knapp verteidigen. Nordostasien (79 Prozent) drohe zurĂŒckzufallen.
Die fĂŒnfte Generation des Mobilfunks (5G) bietet deutlich höhere DatenĂŒbertragungsraten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G). AuĂerdem fĂ€llt die Verzögerungszeit (Latenz) geringer aus, so dass man 5G auch fĂŒr Echtzeit-Anwendungen wie das Steuern einer Maschine aus der Ferne oder Telemedizin-Anwendungen verwenden kann. 5G-Technik ist auch besser als 3G oder 4G geeignet, Massen online zu bringen, etwa die Besucher in einem groĂen FuĂballstadion.
Der Boom bei der 5G-Nutzung wird die Netze der Mobilfunkprovider nach EinschĂ€tzung der Expertinnen und Experten von Ericsson technisch vor eine Herausforderung stellen. Die bislang hĂ€ufig genutzten Frequenzen im Bereich unterhalb von 1 Gigahertz wĂŒrden zwar ermöglichen, groĂe FlĂ€chen abzudecken. Sie könnten bei KapazitĂ€t und Geschwindigkeiten nicht mit den Frequenzen im mittleren Spektrum rund um 3,5 GHz mithalten.
"Dieses Mid-Band schafft mit extrem schnellen Datenraten die Voraussetzung, neue AnwendungsfĂ€lle zu ermöglichen und Kunden ein völlig neues Erlebnis zu bieten", sagte Daniel Leimbach, Westeuropa-Chef bei Ericsson. Die Mittelbandabdeckung betrage in Westeuropa bis Ende 2023 lediglich 25 Prozent. Verglichen mit fĂŒhrenden 5G-Nationen seien die EuropĂ€er hier weit abgeschlagen: Nordamerika liege bei 85 Prozent und China bei 95 Prozent.
So schÀtzen die Börsenprofis Produktion/Absatz Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
