Produktion/Absatz, Deutschland

'Tagesschau' und ARD-Sender verstÀrken Faktenchecks

09.01.2025 - 15:05:24 | dpa.de

Nach der AnkĂŒndigung des Facebook-Konzerns Meta US30303M1027, die Zusammenarbeit mit FaktenprĂŒfern in den USA zu beenden, plant die "Tagesschau", ihre AktivitĂ€ten gegen Falschinformationen auf Social-Media-Plattformen zu verstĂ€rken.

Auch die ARD-Landesrundfunkanstalten intensivierten ihre BemĂŒhungen, teilte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mit. "Die "Tagesschau" wird ihre KapazitĂ€ten zum FaktenprĂŒfen bis Ende dieses Jahres deutlich steigern."

Deutschlands zuschauerstĂ€rkste Nachrichtensendung bietet zum Beispiel auf ihrer Webseite einen sogenannten "Faktenfinder" mit Einordnungen an. Er beschĂ€ftigt sich mit verschiedensten Themen und ihrem Widerhall in Social Media - von der Sicherheit der anstehenden Bundestagswahl bis hin zu Alternativen fĂŒr Zucker bei der ErnĂ€hrung.

"Faktenfinder", "#Faktenfuchs" und andere

Zum Anschlag von Magdeburg hat der "Faktenfinder" Äußerungen des TatverdĂ€chtigen Taleb A. im Netz untersucht und klargestellt, welche von ihnen in Social-Media-Posts aus dem Kontext gerissen wurden. Auch einzelne ARD-Anstalten unterhalten Faktencheck-Angebote wie etwa den "#Faktenfuchs" des Bayerischen Rundfunks. Diese Angebote werden von Meta oder anderen Plattformen weder beauftragt noch von ihnen finanziert.

"Insgesamt sind fĂŒr NDR und ARD-aktuell derzeit sieben Mitarbeitende fĂŒr Faktencheck und Verifikation im Einsatz - hier soll es bis Ende des Jahres eine deutliche VerstĂ€rkung geben", prĂ€zisierte eine NDR-Sprecherin auf dpa-Anfrage. "Etwa werden in den kommenden Monaten mögliche Kooperationen zwischen ARD-aktuell und dem Programmbereich Information des NDR im Bereich Faktencheck und Verifikation geprĂŒft."

Auch Bilder, Videos und Audios werden geprĂŒft

Alle journalistisch BeschĂ€ftigten wirkten mit ihrer tĂ€glichen Arbeit der Verbreitung von falschen Informationen entgegen, so der NDR. "DarĂŒber hinaus ist fĂŒr ARD-aktuell ein spezialisiertes "Faktenfinder"-Team im Einsatz, das kontinuierlich Desinformation aufdeckt und in Form aktueller Artikel auf tagesschau.de aufbereitet. ZusĂ€tzlich arbeiten im Team von ARD-aktuell verschiedene Kolleginnen und Kollegen an der forensischen PrĂŒfung von Bild-, Video- und Audiomaterial, um die Echtheit zu verifizieren", ergĂ€nzte der Sender auf Anfrage.

"Falschinformationen gefĂ€hrden den gesellschaftlichen Zusammenhalt", erklĂ€rte Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell und zustĂ€ndig fĂŒr die "Tagesschau", laut Mitteilung. "Als "Tagesschau" ist es gemeinsam mit der ARD unsere Aufgabe, die Gesellschaft mit verlĂ€sslichen Informationen zu stĂ€rken. Dazu gehört in diesen Zeiten mehr denn je, Desinformation und KI-generierte Fake-Inhalte zu erkennen und zu entlarven."

Betreiber und Behörden sollten sich grundsĂ€tzlich kĂŒmmern

Jedoch sehe die ARD die grundsĂ€tzliche Verantwortung fĂŒr die EindĂ€mmung von Falschinformationen und KI-manipulierten Medien weiterhin bei den Plattformbetreibern und den zustĂ€ndigen Regulierungsbehörden auf nationaler und europĂ€ischer Ebene. "Die verstĂ€rkten Anstrengungen der öffentlich-rechtlichen Sender können und sollen diese Verantwortung nicht ersetzen."

Meta-GrĂŒnder Mark Zuckerberg hatte in einem Video angekĂŒndigt, in den USA die Zusammenarbeit mit FaktenprĂŒfern fĂŒr die Plattformen Facebook, Instagram und Threads zu beenden. Ein nutzerbasiertes Moderationssystem nach dem Vorbild von Elon Musks Plattform X soll die Faktenchecker ersetzen.

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