Aktien Frankfurt: Dax schwankt wegen Ălpreisen und Verfalltag
20.03.2026 - 14:51:01 | dpa.deZunĂ€chst stĂŒtzten vage Hoffnungen auf ein schnelleres Ende des Iran-Krieges. Dann sorgten jedoch wieder deutlich steigende Ălpreise und spĂ€ter eine schwĂ€chere Eröffnung an der Wall Street fĂŒr erneute Belastung. Die Kursschwankungen brachten HĂ€ndler auch mit dem sogenannten groĂen Verfalltag in Verbindung. An diesem Freitag laufen an den Termin- und Derivatebörsen Futures und Optionen auf Aktienindizes aus.
Der Dax DE0008469008 notierte am Nachmittag 0,3 Prozent niedriger bei 22.768 Punkten, nachdem er tags zuvor auf das tiefste Niveau seit April 2025 eingebrochen war. Damit deutet sich fĂŒr den deutschen Leitindex ein Wochenverlust von knapp drei Prozent an. Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar belĂ€uft sich das Dax-Minus auf rund zehn Prozent. Der MDax DE0008467416 der mittelgroĂen Werte verlor am Freitag 0,5 Prozent auf 28.272 ZĂ€hler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx EU0009658145 zeigte sich praktisch unverĂ€ndert.
Unter den Einzelwerten stehen Elmos DE0005677108 nach Ăbernahmespekulationen mit einem Kursplus von 10,6 Prozent im Anlegerfokus. Am Vorabend hatte die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass Elmos die Investmentbank Morgan Stanley mit der Suche nach einem potenziellen KĂ€ufer beauftragt hat. Das Unternehmen fĂŒhre erste GesprĂ€che mit möglichen Interessenten, darunter weltweit tĂ€tige Halbleiterunternehmen. Elmos und Morgan Stanley wollten die Informationen nicht kommentieren. Elmos ist an der Börse rund 2,5 Milliarden Euro wert.
Der Schmierstoffhersteller Fuchs DE000A3E5D64 verdiente im vergangenen Jahr in etwa so viel wie im Vorjahr. Analysten hatten allerdings mit einem leichten ErgebnisrĂŒckgang gerechnet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent. Die Dividende je Vorzugsaktie soll um sechs Cent auf 1,23 Euro steigen. Im laufenden Jahr rechnen die Mannheimer mit einer Besserung. Die Ziele liegen im GroĂen und Ganzen im Rahmen der Analystenerwartungen. FĂŒr die Fuchs-Papiere ging es um 1,7 Prozent nach unten.
Die Anteilsscheine von Infineon DE0006231004 stiegen als Dax-Spitzenreiter um 3,8 Prozent, nachdem die US-Bank JPMorgan die Aktien von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 40 auf 48 Euro angehoben hatte. Der Halbleiterkonzern sei einer der gröĂten Profiteure des immensen Energiebedarfs beim KI-Einsatz, schrieb Analyst Sandeep Deshpande. Zudem geht er davon aus, dass der Tiefpunkt im GeschĂ€ft mit der Autobranche erreicht ist und nun eine Stabilisierung folgen kann.
FĂŒr die Anteilsscheine von SAP DE0007164600 ging es als Dax-Schlusslicht um 5,3 Prozent abwĂ€rts. Seit dem Iran-Krieg verloren sie in drei Wochen mit 10 Prozent etwa so viel wie der Dax. Sie brachten allerdings schon davor eine Hypothek mit, und sind so mit einem Verlust von gut einem Viertel schwĂ€chster Dax-Wert im laufenden Jahr. Der europĂ€ische Softwaresektor leidet im bisherigen Jahresverlauf enorm unter VerdrĂ€ngungssorgen durch KĂŒnstliche Intelligenz.
Die neuen GeschĂ€ftsziele von Bechtle DE0005158703 kamen bei den Anlegern nicht gut an. Der Kurs des IT-Dienstleisters sackte zuletzt um 11,5 Prozent ab. "Der Ausblick ist ernĂŒchternd", sagte ein Börsianer. Eckdaten fĂŒr 2025 hatte das Unternehmen bereits im Februar vorgelegt. Seither ging es fĂŒr die Aktien um rund 40 Prozent abwĂ€rts.
Ein erfolgreiches BörsendebĂŒt legten die Titel von Vincorion DE000VNC0014 hin. Mit zuletzt 19 Euro lagen sie knapp 12 Prozent ĂŒber dem Preis von 17 Euro, zu dem sich der Investor Star Capital von Teilen des RĂŒstungszulieferers getrennt hatte./edh/jha/
--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---
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