ROUNDUPBahn, Generalsanierung

Nach Generalsanierung in NRW weiter viele ZugausfÀlle

Veröffentlicht: 13.07.2026 um 12:40 Uhr, dpa.de

Wegen einer maroden BrĂŒcke mĂŒssen sich Reisende nach der gut fĂŒnfmonatigen Generalsanierung der Bahnstrecke Köln-Hagen weiter auf ZugausfĂ€lle einstellen.

Betroffen ist der Fernverkehr genauso wie der Regionalverkehr. Es gebe noch keine Prognose, wie schnell die BrĂŒcke repariert werden könne, sagte eine Bahnsprecherin. Der Zugverkehr rollt deshalb nach der knapp 800 Millionen Euro teuren Generalsanierung nur teilweise wieder an.

Seit Anfang Februar ist die wichtige Strecke in Nordrhein-Westfalen aufwendig modernisiert worden. Dadurch sollte der Zugverkehr "verlÀsslicher und leistungsfÀhiger" werden. Störungen und VerspÀtungen sollten sich "deutlich reduzieren", hatte die Bahn versprochen.

Marode BrĂŒcke sorgt fĂŒr massive EinschrĂ€nkungen

Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel auf, dass eine BrĂŒcke ĂŒber den Fluss Wupper marode ist. Deshalb konnte die Strecke nur eingleisig freigegeben werden.

Im Fernverkehr hat das laut Bahn Auswirkungen vor allem auf die ICE-Verbindung von Köln nach Hannover und Berlin. Die ZĂŒge fallen bis auf weiteres zwischen Hamm und Köln aus. ICE und IC auf anderen Linien könnten zwar fahren, seien aber deutlich verspĂ€tet unterwegs. Im Regionalverkehr fĂ€llt deutlich mehr als die HĂ€lfte der ZĂŒge aus.

Strecke wurde fĂŒnf Monate lang aufwendig saniert

Die Strecke von Köln ĂŒber Wuppertal nach Hagen war seit Anfang Februar gut fĂŒnf Monate lang aufwendig saniert worden. Pendler im Regionalverkehr mussten in dieser Zeit auf Ersatzbusse umsteigen, die deutlich lĂ€nger unterwegs waren als sonst die ZĂŒge. FernzĂŒge wurden weitrĂ€umig umgeleitet.

Seit Freitagabend sollte eigentlich alles wieder nach Plan laufen. Dann allerdings fand ein SachverstĂ€ndiger bei einer routinemĂ€ĂŸigen PrĂŒfung einen Schaden an einem tragenden Bauteil der BrĂŒcke bei Opladen. Aus SicherheitsgrĂŒnden sei deshalb eines der beiden Gleise gesperrt worden, teilte die Bahn mit. Die betroffene BrĂŒcke wurde nach Angaben der Bahn bei der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen Inspektionen - zuletzt Ende 2025 - keine SchĂ€den gezeigt hĂ€tten.

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