Razzia, Pharma-Konzern

Razzia bei japanischem Pharma-Konzern nach TodesfÀllen

31.03.2024 - 15:28:45 | dpa.de

Nach mehreren TodesfÀllen in Japan im möglichen Zusammenhang mit NahrungsergÀnzungsmitteln aus rotem Hefereis haben die Gesundheitsbehörden eine Fabrik der japanischen Firma Kobayashi Pharmaceutical Co.

JP3301100008 in Osaka durchsucht. Kenji Yamashita, Leiter der Produktionsabteilung des in Osaka ansĂ€ssigen Unternehmens, entschuldigte sich am Samstag laut örtlichen Medienberichten, wollte sich aber zu Einzelheiten der Razzia in der schon seit Dezember geschlossenen Fabrik nicht Ă€ußern.

Da das Unternehmen die Produktion der Inhaltsstoffe fĂŒr die NahrungsergĂ€nzungsmittel in eine Fabrik in der westlichen PrĂ€fektur Wakayama verlegt hat, gebe es am Sonntag auch dort eine Razzia.

Kobayashi Pharmaceutical hat demnach bisher fĂŒnf TodesfĂ€lle und die Einweisung von mehr als 110 Menschen in KrankenhĂ€user gemeldet. All diese FĂ€lle stĂŒnden möglicherweise mit den roten Hefereis-Produkten in Verbindung. Etwa 680 Personen hĂ€tten entweder einen Arzt wegen gesundheitlicher Probleme aufgesucht oder wollten dies tun, hieß es.

Zuvor hatte der Konzern erklĂ€rt, dass PuberulasĂ€ure, eine natĂŒrliche Verbindung aus Blauschimmel, in den Inhaltsstoffen der NahrungsergĂ€nzungsmittel nachgewiesen worden sei und im Zusammenhang mit den Gesundheitsproblemen stehen könnte, wie es hieß. Bei der Substanz handele es sich um ein Mittel, das nach Angaben des Gesundheitsministeriums toxisch sein könne, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag.

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