Nach Rentenreform: Handwerk fordert Senkung der SozialbeitrÀge
Veröffentlicht: 04.07.2026 um 10:24 Uhr, dpa.deDer PrĂ€sident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, sagte der "Bild"-Zeitung, Ziel mĂŒsse sein, die Lohnzusatzkosten wieder "Richtung 40 Prozent" zu bringen.
Die von der Koalition geplante Rentenreform unterstĂŒtze er zwar, sie dĂŒrfe aber nicht "ablenken davon, dass jetzt auf der anderen Seite etwas getan werden muss zur Senkung von Steuer- und Abgabenlast", so Dittrich. Der zu erwartende starke Anstieg der RentenbeitrĂ€ge im Jahr 2028 mĂŒsse durch Senkungen bei Kranken- und PflegebeitrĂ€gen mindestens kompensiert werden. "Wir mĂŒssen diese Dinge gemeinsam betrachten."
Auch der Linken-Politiker Dietmar Bartsch forderte in der "Rheinischen Post" eine Senkung der Sozialabgaben - um Millionen von Arbeitnehmern im Niedriglohnbereich zu entlasten, die von den Steuersenkungen der Regierung nicht profitierten, weil sie aufgrund ihres geringen Verdienstes keine Einkommensteuer bezahlen mĂŒssten.
Union und SPD wollen die VorschlĂ€ge der Rentenkommission nach Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) zĂŒgig und vollstĂ€ndig umsetzen. Kern der ReformplĂ€ne ist die EinfĂŒhrung einer neuen Kapitalrente, fĂŒr die die RentenbeitrĂ€ge steigen sollen. Der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern hĂ€lftig gezahlte Rentenbeitrag wĂŒrde um bis zu zwei Prozentpunkte erhöht. Dies kĂ€me zu einer ohnehin erwarteten Steigerung des Beitragssatzes von heute 18,6 Prozent des Bruttolohns hinzu. 2028 wird er Prognosen zufolge schon bei 19,9 Prozent liegen.
