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Frankfurt Schluss: Dax stagniert - Lage im Nahen Osten fragil

Veröffentlicht am: 20.07.2026 um 17:52 Uhr | dpa.de

Nach seinen jüngsten Verlusten hat sich der Dax DE0008469008 am Montag zumindest stabilisiert.

Börsianer sprachen von vagen Hinweisen auf eine Entspannung im Nahen Osten. Allerdings bleibt die Lage dort unübersichtlich. So war in einem Medienbericht vom Vorschlag einer erneuten Waffenruhe die Rede. Andererseits hatten die Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, dem benachbarten Saudi-Arabien mit Angriffen auf den Ölhandel über den Seeweg gedroht. Der Ölpreis schwankte vor diesem Hintergrund auf hohem Niveau.

Der deutsche Leitindex schloss 0,06 Prozent höher bei 24.846,69 Punkten. Für den MDax DE0008467416 der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,58 Prozent auf 31.680,71 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 beendete den Handel kaum verändert.

Der Iran hat nach einer erneuten militärischen Eskalation eigenen Angaben zufolge Vorschläge für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Demnach kommen die Vorschläge von den USA, wie der Außenamtssprecher Ismail Baghai laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna bestätigt hat. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte er.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran war Anfang Juli im Streit um die Kontrolle der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Straße von Hormus wieder eskaliert. Experten warnen vor einer weiteren Zuspitzung. Die zunehmenden Angriffe "deuten allesamt darauf hin, dass sich der Konflikt sowohl in seinem Ausmaß als auch in seiner Dauer ausweiten könnte," sagte Saul Kavonic, Energieanalyst bei MST Marquee.

Die weiter angespannte Lage im Nahen Osten belastete die Aktien der Fluggesellschaft Lufthansa DE0008232125, die um 1,8 Prozent fielen. Als negative Nachricht hinzukam ein überraschend deutlicher Gewinneinbruch bei dem irischen Wettbewerber Ryanair IE00BYTBXV33.

Zu den größten Gewinnern im Dax zählten die Papiere von Siemens Energy DE000ENER6Y0 mit einem Plus von 3,4 Prozent. Die Großbank UBS hatte das Kursziel für die Anteilscheine des Energietechnikkonzerns von 175 auf 210 Euro angehoben und weiter zum Kauf geraten.

Unter den besten Werten im Dax stiegen die Aktien des Medizinkonzerns und Krankenhausbetreibers Fresenius DE0005785604 um drei Prozent. Sie profitierten von einem optimistischen Ausblick der Analysten der Deutschen Bank auf die anstehenden Quartalszahlen.

An der MDax-Spitze erholten sich die Aktien des Windanlagenbauers Nordex DE000A0D6554 um 4,6 Prozent. Im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 hatten die Aktien von Friedrich Vorwerk DE000A255F11 mit einem Plus von fast zehn Prozent klar die Nase vorn. Hier erwies sich ein positiv aufgenommener Kommentar der Privatbank Berenberg als starker Antrieb.

Außerhalb der Eurozone schlossen die Leitindizes in London GB0001383545 und Zürich CH0009980894 mit Verlusten. In New York lag der Dow Jones Industrial US2605661048 zum europäischen Handelsschluss leicht im Minus. Der technologielastige Nasdaq 100 US6311011026 legte dagegen zu./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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