Nach UEFA: NĂ€chster Verband stellt sich gegen FIFA-Plan
Veröffentlicht am: 30.07.2026 um 21:30 Uhr | dpa.deAuch der fĂŒr Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zustĂ€ndige Kontinentalverband Concacaf lehnt die in dieser Woche verkĂŒndeten InvestorenplĂ€ne geschlossen ab, wie der Verband nach einer gemeinsamen Sitzung mitteilte.
Damit positionieren sich auch die drei WM-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada gegen Infantino, der den 211 MitgliederverbĂ€nden Einnahmen in vierfacher Höhe in Aussicht gestellt hatte. Mit den 55 Stimmen der EuropĂ€er und den 41 Stimmen aus Nord- und Mittelamerika dĂŒrfte es fĂŒr den FIFA-Boss schwierig werden, ĂŒberhaupt eine Mehrheit zu erreichen.
Die FIFA hatte mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist fĂŒr die Zustimmung zum geplanten Investorendeal und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Der Stichtag soll demnach der 19. September sein.
VerbÀnde kritisierten Verfahren und Frist
Die UEFA hatte ein paar Stunden vorher verkĂŒndet, einstimmig alle FIFA-Spiele zu boykottieren, wenn der Weltverband an seinem angekĂŒndigten Plan festhalte. "Europas Position ist eindeutig. Wir werden diesem Modell niemals unsere LegitimitĂ€t verleihen. Niemand hat das moralische Recht, etwas zu verkaufen, das er lediglich treuhĂ€nderisch fĂŒr die nĂ€chste Generation verwaltet", hieĂ es von der UEFA.
Einen Boykott drohten die VerbĂ€nde in Nord- und Mittelamerika zwar nicht an. Sie Ă€uĂerten aber hinsichtlich des fehlenden ordnungsgemĂ€Ăen Verfahrens, der kĂŒnstlich verkĂŒrzten Frist und des Fehlens jeglicher PrĂŒfung oder Genehmigung durch die zustĂ€ndigen FIFA-Gremien ihren Unmut und deutliche Kritik.
