Medienstaatsminister Weimer erlÀutert Beteiligung - keine Stimmrechte
24.10.2025 - 18:12:53 | dpa.de"Es ist korrekt, dass Herr Weimer seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau zu jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt ist", teilte eine Sprecherin des BKM der Deutschen Presse-Agentur mit.
"Mit den Anteilen des Staatsministers sind keine satzungsmĂ€Ăigen Sonderrechte verbunden; sĂ€mtliche Stimmrechte werden von seiner Frau ausgeĂŒbt." Er habe eine Woche vor seinem ersten Amtstag die GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Weimer Media Group niedergelegt. Die Eintragung im Handelsregister sei zwei Tage spĂ€ter erfolgt.
Die gemeinnĂŒtzige Initiative LobbyControl hatte Weimer "Interessenkonflikte zwischen seinen Rollen als Staatsminister und Medienunternehmer" vorgeworfen. "Es ist hochproblematisch, dass erst jetzt durch Medienrecherchen bekannt wird, wie stark Staatsminister Weimer weiterhin persönlich an der Weimer Media Group beteiligt ist", sagte Sprecher Timo Lange. "Weimer hat bisher gegenĂŒber der Ăffentlichkeit den Eindruck erweckt, er habe sich vollstĂ€ndig aus der Verlagsgruppe zurĂŒckgezogen."
Kritik aus Teilen der Opposition
Kritik kam auch von der Linksfraktion im Bundestag. "Ich erwarte, dass Staatsminister Weimer seine Anteile an der Weimer Media Group sofort und vollstĂ€ndig verĂ€uĂert", sagte der medienpolitische Sprecher David Schliesing in einer Mitteilung. "Es kann nicht sein, dass der Minister Gesetze erarbeiten lĂ€sst, von denen ein Unternehmen, das er vor Amtsantritt leitete, und an dem er bis heute groĂe Anteile besitzt, direkt profitieren könnte."
Die Weimer Media Group teilte auf Anfrage der dpa zu den Anteilseignern mit: "Wolfram Weimer ist vor seiner Ernennung als Staatsminister vollstĂ€ndig aus der Weimer Media Group ausgeschieden." Seitdem sei seine Frau Christiane Goetz-Weimer alleinige GeschĂ€ftsfĂŒhrerin.
Weimer grĂŒndete das Medienunternehmen mit seiner Frau
Medienstaatsminister Wolfram Weimer hatte 2012 gemeinsam mit seiner Frau die Weimer Media Group gegrĂŒndet. Zu dem Verlagsunternehmen mit Sitz in MĂŒnchen und Tegernsee, gehören mehrere Magazine, darunter "The European", "Wirtschaftskurier", "Markt und Mittelstand" und das Satiremagazin "Pardon".
Mit dem Eintritt in die Regierung hatte die Weimer Media Group in einer Mitteilung geschrieben, dass Wolfram Weimer in die Politik wechsle und mit sofortiger Wirkung die Verlagsgruppe verlasse.
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