Einigung im Nahverkehrs-Tarifstreit in Bayern
16.04.2026 - 08:50:17 | dpa.deDas teilten der Arbeitgeberverband und die Gewerkschaft Verdi mit, nannten aber zunÀchst noch keine Details. Im Laufe des Vormittags soll es weitere Informationen geben. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.
Verdi-GewerkschaftssekretĂ€rin Katharina Wagner sprach am Morgen von einer Einigung "mit Licht und Schatten" in der Nacht zum Donnerstag, man habe aber wichtige Knackpunkte abrĂ€umen können. Der Kompromiss gehe aufseiten der Gewerkschaft nun in die Mitgliederbefragung. Bis zum 15. Mai mĂŒssten sich beide Seiten erklĂ€ren. "Im Rahmen der ErklĂ€rungsfrist wird es zu keinen Warnstreiks kommen", erlĂ€uterte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Sinan ĂztĂŒrk.
Warnstreiks mit groĂen Auswirkungen auf die Ăffentlichkeit
Der Tarifkonflikt fĂŒr die rund 9.000 BeschĂ€ftigten bei mehr als 20 Betrieben war mit hoher IntensitĂ€t gefĂŒhrt worden. Die meisten groĂen bayerischen StĂ€dte waren mehrfach von ganztĂ€gigen oder auch mehrtĂ€gigen Warnstreiks getroffen worden, die den öffentlichen Nahverkehr teils stark einschrĂ€nkten.
Schon in den letzten Verhandlungsrunden war es zu einer langsamen AnnĂ€herung der beiden Seiten gekommen. UrsprĂŒnglich hatte Verdi unter anderem eine Entgeltsteigerung von 668,75 Euro und eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit gefordert. Die Finanzlage vieler Kommunen ist wegen der stark gestiegenen Kosten schlecht.
Den bislang letzten Tarifabschluss im bayerischen ĂPNV gab es 2023. Dieser "Tarifvertrag Nahverkehr" (TV-N) war schon 2024 ausgelaufen. Verdi hatte sich damals jedoch entschieden, den bayerischen Tarif nicht separat neu zu verhandeln, sondern abzuwarten, bis auch in den ĂŒbrigen BundeslĂ€ndern wieder Verhandlungen anstehen.
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