Nasa: Neuer Mondkrater nach Einschlag eines SpaceX-Teils
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 11:09 Uhr | dpa, AD HOC NEWSAuf Fotos, die dieselbe MondflÀche vor und nach dem Einschlag vom 5. August abbilden, ist die VerÀnderung zu sehen.
Die Dimension des Kraters hĂ€tten Experten dank der Vielzahl an Blickwinkeln unter verschiedenen LichtverhĂ€ltnissen schĂ€tzen können, teilte die Nasa weiter mit. Demnach dienten ihnen fĂŒr die Breite des Kraters Bilder, auf denen der Kraterrand deutlich zu erkennen war. Anhand der LĂ€nge seines Schattens schĂ€tzten sie der Nasa zufolge seine ungefĂ€hre Tiefe ab. Um diese Details zu erfassen, habe die Sonde ihre Schmalwinkelkamera eingesetzt, die sogar Objekte mit einer Breite von nur 3 FuĂ (umgerechnet 0,91 Meter) erkennen könne.
"Die richtige Ausrichtung (der Kamera) war nur die halbe Herausforderung; auch das Timing musste prĂ€zise sein", heiĂt es in der Mitteilung weiter. "HĂ€tte die Kamera auch nur zehn Sekunden zu frĂŒh oder zu spĂ€t ausgelöst, wĂ€re das Ziel um zehn Meilen (etwa 16 Kilometer) aus der Bildmitte gewandert." Die Sonde umkreist den Mond der Nasa zufolge alle zwei Stunden. Die Lokalisierung der Einschlagstelle sei dank einer weltweiten Zusammenarbeit zwischen Experten und Amateurastronomen gelungen, hieĂ es weiter.
SpaceX: SonnenaktivitÀt und Gravitation lenkten Oberstufe Richtung Mond
Die "Falcon 9"-Rakete von SpaceX war am 15. Januar 2025 mit den Mondlandern "Blue Ghost" (Firefly Aerospace) und "Resilience" (ispace) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet. Die untere Raketenstufe kehrte zur Erde zurĂŒck, die Oberstufe blieb jedoch im All. Warum die Oberstufe ungeplant auf dem Mond einschlug, das erklĂ€rte eine SpaceX-Managerin mit einer Kombination aus SonnenaktivitĂ€t und GravitationskrĂ€ften, die sie auf einen Kurs zum Mond gelenkt hĂ€tte.
Vom 20. Juli 2026 an hatten US-Astronom Bill Gray und die Nasa gewarnt, dass die Oberstufe der "Falcon 9" voraussichtlich am 5. August 2026 ungeplant auf dem Mond aufschlagen werde, was dann auch geschah. Die NASA betonte damals: "Es gibt keine Gefahr fĂŒr die Erde." Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden - damals vermutlich ein Teil einer alten chinesischen Rakete (Chang'e 5-T1-Mission, 2014). China wies diese Berichte zurĂŒck.
