Nasdaq: Tech-Werte halten stand
12.04.2026 - 06:00:41 | boerse-global.deUS-Technologieaktien haben am Freitag bewiesen, dass sie selbst einen Inflationsdämpfer wegstecken können. Während der breite Markt unter den heißen CPI-Daten litt, suchten Anleger gezielt Zuflucht in qualitätsstarken Wachstumswerten. Eine Mischung aus Preismacht und diplomatischer Hoffnung sorgte für eine bemerkenswerte Entkoppelung vom restlichen Markt.
Inflation heißer als erwartet
Hintergrund der anfänglichen Nervosität war der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für März. Mit einem monatlichen Anstieg von 0,9 % fiel die Inflation deutlicher aus als von vielen Marktteilnehmern erhofft, was primär auf einen historischen Preissprung bei Benzin zurückzuführen war. Auf Jahressicht kletterte die Teuerungsrate auf 3,3 %. Zwar blieb dieser Wert knapp unter den pessimistischsten Prognosen von 3,4 %, doch die Sorge vor länger anhaltenden hohen Zinsen bleibt real.
Parallel dazu stützten politische Signale die Stimmung am Nachmittag. Berichte über bevorstehende Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Unterhändlern in Pakistan weckten Hoffnungen auf einen Waffenstillstand im Nahen Osten. Diese Aussicht bildete einen Boden für die Aktienmärkte, während der Dow Jones aufgrund schwacher Industrie- und Finanzwerte dennoch mit einem Minus von 0,6 % schloss.
Tech als sicherer Hafen?
Innerhalb des Wilshire US Large Cap Growth Segments erwies sich der Technologiesektor mit seiner Gewichtung von über 44 % als wichtigster Stützpfeiler. Vor allem Software- und Halbleiterwerte waren gefragt. Marktbeobachter werten dies als Zeichen dafür, dass institutionelle Investoren Unternehmen bevorzugen, die dank ihrer Marktstellung in der Lage sind, den Inflationsdruck an Kunden weiterzugeben.
Technisch gesehen kämpft der Wachstumssektor allerdings mit Gegenwind vom Anleihenmarkt. Die Renditen der Staatsanleihen stiegen nach den Inflationsdaten an, was die Bewertung von Tech-Aktien theoretisch unter Druck setzt. Der Nasdaq Composite schloss bei 22.902,89 Punkten und damit knapp über einer wichtigen psychologischen Marke. Für die kommende Woche gilt das April-Tief bei 22.500 Punkten als entscheidende Unterstützung.
Die Termine der Woche
Bevor die Märkte am Montag wieder öffnen, richtet sich der Blick auf eine vollgepackte Berichtssaison und weitere Makro-Daten:
- Montag: Quartalszahlen von Goldman Sachs und Fastenal
- Dienstag: Ergebnisse von JPMorgan, BlackRock, Citigroup und Wells Fargo
- Dienstag: US-Erzeugerpreise (PPI) für März (08:30 EDT)
- Donnerstag: Philadelphia-Fed-Index und Industrieproduktion
- Woche: Frühjahrstagung von IWF und Weltbank
Die Berichtssaison der Großbanken übernimmt nun das Ruder. Mit den Zahlen von Goldman Sachs am Montag und JPMorgan am Dienstag rückt die fundamentale Gesundheit der Finanzmärkte in den Mittelpunkt, während die PPI-Daten die Richtung für die künftige Zinspolitik der Fed vorgeben werden.
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