Nebius Aktie: Google-Blackstone-JV drückt Kurs auf 195 Dollar
21.05.2026 - 01:53:19 | boerse-global.deMilliardenschwere Kundenverträge, ein prall gefülltes Kassenpolster und ein aggressiver Kapazitätsausbau – und trotzdem verliert die Nebius-Aktie deutlich an Boden. Der Grund: Google und Blackstone haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, die den Markt für KI-Infrastruktur neu ordnen könnte.
Google und Blackstone setzen Neocloud-Anbieter unter Druck
Am 19. Mai gaben Google und Blackstone ihr gemeinsames Joint Venture bekannt, das auf den Aufbau einer massiven Cloud-Plattform rund um Googles Tensor Processing Units (TPUs) abzielt. Für unabhängige KI-Cloud-Anbieter wie Nebius ist das eine direkte Herausforderung. Analysten sehen in der Allianz aus Big Tech und Private Equity einen strukturellen Angriff auf die Preissetzungsmacht spezialisierter GPU-Cluster-Anbieter.
Die Reaktion der Märkte war prompt. Nebius-Aktien fielen auf rund 195 bis 196 Dollar – nach Hochs nahe 233 Dollar ein deutlicher Rücksetzer. Der Markt bewertet das Wettbewerbsumfeld neu.
Starkes Q1 – Umsatz fast verachtfacht
Operativ läuft es bei Nebius indes auf Hochtouren. Ein am 20. Mai bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichtes Formular 6-K bestätigt: Der Umsatz im ersten Quartal 2026 sprang auf 399 Millionen Dollar – verglichen mit 50,9 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen schloss das Quartal mit 9,3 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln ab, gestützt durch eine milliardenschwere Eigenkapitalbeteiligung von NVIDIA sowie eine erfolgreiche Wandelanleihe-Emission.
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Vineland als Fundament für Mega-Deals
Das neue Rechenzentrum in Vineland, New Jersey, steht im Zentrum zweier außergewöhnlich großer Kundenverträge. Mit Microsoft besteht eine mehrjährige Vereinbarung über dedizierte GPU-Kapazitäten im Wert von bis zu 19,4 Milliarden Dollar. Mit Meta Platforms läuft ein Fünfjahresvertrag über 12 Milliarden Dollar – mit einer Option auf weitere 15 Milliarden Dollar, was den Gesamtwert auf bis zu 27 Milliarden Dollar heben könnte.
Diese Verträge unterstreichen, dass die Nachfrage nach Nebius-Kapazitäten von den größten Technologiekonzernen der Welt getragen wird.
Kapazitätsausbau auf Hochtouren
Nebius baut parallel dazu sein physisches Netzwerk massiv aus. In Independence, Missouri, wurde kürzlich der Grundstein für eine KI-Fabrik im Gigawatt-Maßstab gelegt. Für einen weiteren Standort in Pennsylvania sicherte sich das Unternehmen einen Stromvertrag über 1,2 Gigawatt.
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Die Kapazitätsziele für Ende 2026 wurden auf mehr als 4 Gigawatt angehoben – gegenüber einem früheren Ziel von 3 Gigawatt. Die Investitionsausgaben für das Gesamtjahr sollen zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar liegen. Ein Großteil dieser Kapazitäten ist laut Unternehmensangaben bereits durch bestehende Kundenverträge für 2027 vorvermarktet.
Das Spannungsfeld bleibt damit klar umrissen: Nebius wächst mit beeindruckender Geschwindigkeit und verfügt über eine außergewöhnlich starke Auftragsbasis – muss sich aber beweisen, dass die Preismacht gegenüber einem zunehmend kapitalstarken Hyperscaler-Lager Bestand hat.
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