Nebius Aktie: Übernahme-Gespräche laufen
15.04.2026 - 23:03:03 | boerse-global.deEin Auftragsbestand von 46 Milliarden US-Dollar reicht Nebius offenbar nicht. Der KI-Infrastrukturanbieter verhandelt aktuell über die Übernahme des israelischen Start-ups AI21 Labs. Die Börse honoriert das aggressive Wachstumstempo. Allein in den vergangenen zwei Wochen schoss der Kurs von rund 92 auf über 164 US-Dollar nach oben.
Milliarden-Verträge treiben Kursziele
Goldman Sachs reagierte auf den jüngsten 27-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Meta und hob das Kursziel für Nebius von 160 auf 205 US-Dollar an. Die Analysten schraubten ihre Umsatzschätzungen für die Jahre 2027 bis 2030 um bis zu 54 Prozent nach oben. Freedom Capital Markets stufte die Papiere indes nach der rasanten Rallye auf "Halten" ab und verwies auf die schnelle Kurssteigerung.
Das Fundament der aktuellen Bewertung bleibt der gewaltige Auftragsbestand. Dieser summiert sich auf 46 Milliarden US-Dollar. Neben dem Meta-Deal umfasst das Orderbuch eine 19,4-Milliarden-Dollar-Vereinbarung mit Microsoft sowie ein strategisches Investment von Nvidia in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar.
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Wandel zum Software-Anbieter
Nebius will künftig nicht nur Hardware vermieten. Das Unternehmen plant den Sprung in margenstärkere Software-Dienste. Die anvisierte Übernahme von AI21 Labs würde diesen Prozess massiv beschleunigen. Das Start-up bringt eine Bewertung von 1,4 Milliarden US-Dollar, 50 Millionen US-Dollar Jahresumsatz sowie ein 200-köpfiges Forschungsteam mit. Nvidia brach im vergangenen Jahr einen eigenen Kaufversuch noch ab.
Zusammen mit der kürzlich erfolgten 400-Millionen-Dollar-Übernahme des Start-ups Tavily baut Nebius einen kompletten Technologie-Stack für KI-Agenten auf. Die Sprachmodelle von AI21 sollen direkt auf den konzerneigenen Rechenzentren laufen und die reinen GPU-Kapazitäten veredeln.
Gewaltige Investitionen
Das explosive Umsatzwachstum von 547 Prozent im vierten Quartal erfordert enorme Vorleistungen. Nebius plant allein für das Jahr 2026 Kapitalausgaben zwischen 16 und 20 Milliarden US-Dollar. Die angeschlossene Rechenzentrumskapazität soll von 170 Megawatt Ende 2025 auf bis zu ein Gigawatt steigen. Kunden sichern sich diese knappen Kapazitäten zunehmend durch Vorauszahlungen und längere Vertragslaufzeiten.
Der Aufbau von neun neuen Standorten in den USA und Europa birgt ein konkretes Ausführungsrisiko. Nebius muss diese massive Skalierung stemmen und parallel eine milliardenschwere Schuldenlast managen. Die echten Belastungsproben folgen im zweiten Halbjahr 2026. Dann muss das Unternehmen die versprochenen Kapazitäten ans Netz bringen, um die Vorauszahlungen seiner Großkunden vertragsgemäß zu bedienen.
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