Nestle erhĂ€lt EU-Genehmigung fĂŒr Auslagerung des WassergeschĂ€fts
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 13:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie EU-Kommission hat die GrĂŒndung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der US-Beteiligungsgesellschaft Platinum Equity genehmigt, wie die BrĂŒsseler Behörde am Dienstag mitteilte.
Die WettbewerbshĂŒter haben keine wettbewerbsrechtlichen EinwĂ€nde gegen die Transaktion. Die beiden Unternehmen seien weder auf denselben noch auf vor- oder nachgelagerten MĂ€rkten tĂ€tig. Der Zusammenschluss wurde deshalb in einem vereinfachten Verfahren geprĂŒft.
Nestlé und Platinum Equity wollen das WassergeschÀft mit Marken wie Perrier, San Pellegrino und Henniez in ein Gemeinschaftsunternehmen namens Peranel mit Sitz in Paris einbringen. Beide Partner sollen je 50 Prozent daran halten.
Die Transaktion bewertet die Sparte mit 4,9 Milliarden Euro oder rund 4,5 Milliarden Franken. NestlĂ© nimmt durch den Teilverkauf 2,8 Milliarden Franken ein. Der Abschluss ist fĂŒr das erste Halbjahr 2027 vorgesehen.
Das WassergeschÀft gilt seit Jahren als Sorgenkind des Nahrungsmittelkonzerns. Die wachstumsschwache Sparte erzielte 2025 einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Franken und steuerte damit knapp 4 Prozent zum Konzernumsatz bei. Belastet wird sie unter anderem durch juristische Probleme wegen unzulÀssiger Aufbereitungsmethoden bei Mineralwasser in Frankreich.
Die Auslagerung ist Teil des Konzernumbaus unter Nestlé-Chef Philipp Navratil. Der Konzern will sich stÀrker auf wachstums- und margenstÀrkere GeschÀftsfelder konzentrieren.
