Netanjahu: Israel hĂ€lt an 'Sicherheitszone' im SĂŒdlibanon fest
Veröffentlicht: 23.06.2026 um 11:21 Uhr, dpa.deDas geht aus einer gemeinsamen ErklÀrung hervor, die Netanjahu nach einem Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und Generalstabschef Eyal Zamir auf X veröffentlichte.
Die israelischen StreitkrĂ€fte werden demnach weiter im Nachbarland operieren, um Gefahren gegen eigene Soldaten und BĂŒrger abzuwenden. AuĂerdem solle die Infrastruktur der libanesischen Hisbollah-Miliz zerstört werden. Oberstes Prinzip bleibe die Sicherheit israelischer BĂŒrger und Soldaten. Es wĂŒrden dabei keine Kompromisse eingegangen.
Zuvor hatten Medien berichtet, dass die Regierung der Vereinigten Staaten den militĂ€rischen Handlungsspielraum der israelischen Einheiten im Libanon begrenzen wolle. Hintergrund ist ein bilaterales Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung regionaler Konflikte, das auch den Libanon einschlieĂt.
Neue Karte mit gröĂerem Gebiet
Netanjahu hat die von der Armee errichtete "Sicherheitszone" im SĂŒdlibanon an der Grenze zu Israel als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz und den BĂŒrgern und Gemeinden im Norden des Landes bezeichnet. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein.
Israels MilitĂ€rsprecher Avichay Andraee hatte in der vergangenen Woche eine neue Karte veröffentlicht, die ein gröĂeres Gebiet als vorher umfasst. Nach Berechnungen der libanesischen Zeitung "L'Orient Today" vergröĂerte sich das von Israel besetzte Gebiet von 600 Quadratkilometer im April auf rund 620 Quadratkilometern im Juni. Das entspricht gut 6 Prozent des libanesischen Territoriums.
